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100 Frauen, 100 Körper, alle anders!

Wie wohl fühlst du dich in deinem Körper? Hast du Selbstzweifel? Dieses tolle Fotoprojekt zeigt 100 Frauen. Und feiert damit die Schönheit der Vielfalt.

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100 Frauen, 100 Körper, alle anders!
© instagram.com/underneath_we_are_women/

Ich bin nicht unglücklich mit meinem Körper. Ich stehe nicht ständig vor dem Spiegel und steinige mich innerlich selbst, weil meine Beine nicht die Länge von Gisele Bündchens Haxen haben. Aber über meinem Knie zeigt sich Cellulite, mein Busen hat die Schwangerschaft nur mittelprächtig überstanden und - mein Gottchen – der Bauch war auch mal flacher.

Es gibt kaum eine Frau, die frei von Selbstzweifeln ist. Die beim Blick in den Spiegel ein lautes "Hurra!" schreit. Also: Zumindest keine diesseits der 20, also jenem Alter, in dem wir noch nackig knackig im Saft standen. Gründe, warum wir mit unserem Körper hadern, gibt es ohne Ende. Da wäre etwa das per Photoshop erschaffene Idealbild des Supermodels, schlank, rank, traumhaft schön.

Doch auch Models sind Frauen. Voller Selbstzweifel, getrieben von der Angst, den Agenturen oder Kunden nicht mehr zu entsprechen. Frauen, die sich ständig vergleichen und mit ihrem Äußeren hadern.

Was also kann dazu führen, dass wir uns selbst mehr annehmen? Das Wissen um die Vielfältigkeit, die Akzeptanz, dass Schönheit in unterschiedlicher Form daherkommt. Dass Cellulite-Oberschenkel zwar nicht das sind, was wir uns wünschen – aber sind sie mal da, dann bleiben wir trotzdem immer noch wir.

"Wir haben Narben, Dehnungsstreifen, wir sind zu dünn und zu dick. Aber ist es das, was uns ausmacht?"

Die australische Fotografin Amy Herrmann will genau das erreichen. In ihrem Fotoprojekt "Underneath We Are All Woman" porträtiert sie Frauen in Unterwäsche. Die Message der Kampagne lautet: "Unter all dem sind wir... jung, dick, groß. Wir sind transsexuell, dünn, körperlich eingeschränkt. Wir sind Mütter, wir sind klein, haben Narben und sind alt. Wir sind die vielen Bezeichnungen, die die Gesellschaft für uns geschaffen hat. Aber was, wenn ich dir sagen würde, dass wir unter all dem... Frauen sind."

Dafür lichtete sie 100 Frauen in Unterwäsche ab. Präsentiert sie frei von Retusche. "Uns macht doch mehr aus als die Größe unserer Brüste oder die Form unseres Popos," so Herrmann. "Wir müssen nur endlich akzeptieren, dass unsere Schönheit in unserem Wesen und nicht unserem vergänglichen Äußeren liegt." Diese Bilder möchte die Australierin nun in einem Buch veröffentlichten und sammelt dafür momentan Spenden über eine Fundraising-Seite. "100 Frauen, 100 Körper, 100 Geschichten - und jede einzelne zelebriert die Schönheit der Vielfalt", so die Fotografin.