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US-Rockband R.E.M. trennt sich
nach mehr als 30 Jahren

Mehr als 30 Jahre nach ihrer Gründung hat die US-Rockband R.E.M. ihre Auflösung angekündigt. Die Bandmitglieder erklärten am Mittwoch auf ihrer Website, sie gingen "mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit, der Erfüllung und des Staunens angesichts des von uns Erreichten" getrennte Wege. "An alle, die einmal von unserer Musik berührt wurden, danke, dass Ihr uns gehört habt", erklärten Sänger Michael Stipe, Gitarrist Peter Buck und Bassist Mike Mills.


US-Rockband R.E.M. trennt sich
nach mehr als 30 Jahren
© Reuters/Tim Shaffer

"Ein weiser Mann sagte einmal, 'wer eine Party besucht, muss wissen, wann es Zeit ist, zu gehen', schrieb Stipe. "Wir haben gemeinsam etwas Außergewöhnliches aufgebaut. Aber alle Dinge müssen einmal enden, und wir wollten es richtig machen, auf unsere Weise. Ich hoffe, dass unsere Fans verstehen, dass dies keine einfache Entscheidung war".

Mills betonte auf der Website, die Trennung beruhe nicht auf Meinungsverschiedenheiten. "Wir haben diese Entscheidung in aller Freundschaft gemeinsam im Interesse von uns allen getroffen. Wir dachten, es sei der richtige Moment."

R.E.M. wurde 1979 im US-Bundesstaat Georgia gegründet. 1981 veröffentlichten sie ihren ersten Song "Radio Free Europe", der auf Anhieb zum Hit wurde und der Band einen Plattenvertrag einbrachte. Aber erst zehn Jahre später feierte R.E.M. mit Songs aus den Alben "Out of Time" (1991) und "Automatic für the People" Welterfolge und entwickelte sich von einer Independent-Band zu einer kommerziell erfolgreichen Mainstream-Rock-Band. Zu den bekanntesten Hits zählen "Losing My Religion", "Shiny Happy People", "Man on the Moon" und "Everybody Hurts".

Nach dem Weggang von Schlagzeuger Bill Berry 1997 machte R.E.M. als Trio weiter. Eine Zeitlang klangen die Songs danach elektronischer, die Lieder waren weniger melodiös als zuvor. Im vergangenen März erschien das letzte Studioalbum von R.E.M., "Collapse into now". Die Bandmitglieder, allen voran Stipe, setzten sich neben ihrer Musik für humanitäre Belange ein, unter anderem für die Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo.

(apa/red)