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US-Serie "Girls": Auftakt zu Staffel 2

Vier junge Frauen und New York: Girls ist ein Beweis dafür, dass TV nicht seicht sein muss, um unterhalten zu können. Am 13.1.2013 läuft die 2. Staffel in den USA an.

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US-Serie "Girls": Auftakt zu Staffel 2
© Therese Kaiser

New York, vier junge Frauen, Männer, Parties und erste Gehversuche in der Stadt, die niemals schläft. Kommt euch bekannt vor? Zwar stieg man bei Carrie, Charlotte & Co erst etwas später ein, im Grunde wurde aber HBOs Girls schon vor der ersten Ausstrahlung als neues Sex and the City gefeiert. Aber Girls ist bei Weitem kein billiger SATC -Abklatsch: Ungeschönt, schonungslos, authentisch und etwas dramatisch erzählt die TV-Serie von Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna, die alle abseits der üblichen TV-Charaktere auf Identitätssuche durch New York City streifen.

Staffelauftakt in den USA

Während man in den USA schon längst vom Girls-Fieber erfasst ist, zieht Europa langsam nach. Der Pay-TV Sender glitz* strahlt Girls seit Oktober 2012 aus. Am 13.1. startet die 2. Staffel der Erfolgsserie, und sogar die Verlängerung auf eine 3. Staffel ist laut Gerüchten geplant. Überraschen würde es nicht: Denn schon lange war eine TV-Serie, die sich um das Leben junger Frauen dreht, nicht mehr so amüsant, intelligent und schnörkellos.

Der Sex and the City -Vergleich

Inhaltlich tut man beiden Shows unrecht, wenn man sie miteinander vergleicht: Immerhin hat das recht unglamouröse Leben der vier Girls wenig mit den Manolo Blanhiks und Manhattan-Apartments der SATC -Ladies zu tun. Was die beiden Serien gemeinsam haben sind vielmehr durchgängige Motive wie Freundschaft, Beziehungen und Selbstfindung, die mit viel Witz und Charme erzählt werden. Girls ist jedoch um Einiges direkter, manchmal ungalant und oft ein wenig anstößig. Während man sich mit Carrie & Co identifizieren konnte, ja, wollte, sind es bei Girls schamhafte Eingeständnisse eigener Unzulänglichkeiten oder erheiternde Parallelen, die gezogen werden.

Lena Dunham und der Zeitgeist

In englischen Medien wird Girls -Macherin und Hauptdarstellerin Lena Dunham mittlerweile als Stimme eine ganzen Generation geehrt. Ob das stimmt, sei dahingestellt - talentiert ist sie jedoch, ganz ohne Zweifel. Die junge New Yorkerin mit Maßen abseits der 90-60-90 zeigt sich in Girls hüllenlos, und das nicht nur, wenn sie ihre Kleidung abstreift. Sie spielt die verplante Hannah Horvath mit viel Feingefühl, sensibel, aber nicht ahnungslos. Auf Stereotype verzichtet man in der Erfolgsshow überhaupt gerne, obwohl man die Charaktere an gewissen Charaktereigenschaften abgrenzen kann.

Girls gehört zu den vielversprechendsten TV-Projekten der 10er Jahre, und so wie Sex and the City folgt vielleicht auch hier nach dem kleinen der große Hype.

Therese Kaiser

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