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Vampir Lifting: Anti-Falten-Behandlung

Botox ist doch sowas von 90er! Der neue Anti-Falten-Trend nennt sich Vampir-Lifting und ist eine ziemlich blutige Angelegenheit.

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Vampir Lifting: Anti-Falten-Behandlung
© Photo by Maridav/Thinkstock/iStock

Superstars wie Kim Kardashian, Kylie Minogue, Markus Schenkenberg, Bar Rafaeli und Demi Moore schwören darauf und viele weitere entdecken es immer mehr und mehr für sich: Das Vampir-Lifting liegt total im Trend und ist DIE Methode im Kampf gegen die Falten.
Bei diesem Beauty-Treatment - auch bekannt unter "Dracula Methode " - wird das eigene Blut abgenommen und anschließend so aufbereitet, dass nur mehr das gelbliche Blutplasma mit Thrombozyten und Wachstumshormonen übrig bleibt. Diese sind nämlich dafür verantwortlich, dass später der Regenerationsprozess der Haut angeregt und das Bindegewebe gestrafft wird.
Für diese Methode ist Plasma deswegen so gut geeignet, weil es wie ein natürliches Füllmaterial ist und somit eine ähnliche Wirkung wie Hyaluronsäure alias Botox hat.
Ein Vorteil dieses Anti-Falten-Treatments: Angeblich kann man damit dem gut bekannten Mimik-Versteinerungs- und Masken-Look entkommen. Die körpereigenen, natürlichen Stoffe können außerdem vom Organismus besser aufgenommen werden, was bedeutet, dass laut Ärzten keinerlei medizinische oder gesundheitliche Bedenken bestehen.

Wie funktioniert die Behandlung?
Nachdem etwa 20 ml Blut abgenommen und das gelbliche Plasma gewonnen werden konnte, wird das "natürliche Botox" mit Hilfe einer sehr dünnen Injektionsnadel im Gesicht verteilt.
Hierfür bedarf es etwa 25-50 kleinen Nadelstichen, die punktuell unter die Oberhaut gesetzt oder direkt unter die Falten gespritzt werden.
Sofern der Arzt mit so genannten Nadelstempeln arbeitet, können mit einem Ansetzen auf die Haut gleich mehrere Stiche ausgeführt und die Behandlung deutlich verkürzt werden.

Hat man große Schmerzen?
Da es sich um viele kleine Nadelstiche handelt, kann so eine Sitzung schon ziemlich unangenehm werden. Doch Ärzte entwarnen und verweisen auf lokale Betäubungen durch Cremen oder Schmerztabletten, die vor der Behandlung eingenommen bzw. aufgetragen werden können. Somit soll das Vampir-Lifting viel erträglicher sein.
Und damit man nicht mit geschwollenem Gesicht die Praxis verlässt, wird im Anschluss an die Behandlung eine spezielle Eismaske aufgelegt, die Blutergüsse und Schwellungen vermeiden soll. Komplett verhindern, kann man sie allerdings nicht.
Kosten & Ergebnis?
Ob und wie sehr das Vampir-Lifting geholfen hat, sieht man allerdings erst nach zwei bis drei Monaten. Vorher muss man sich in Geduld üben. Aber in der Zeit kann man ja das ausgegebene Geld wieder erarbeiten, denn immerhin kostet eine Sitzung bis zu 1000 Euro.
Im Vergleich: Eine Botox-Behandlung kann man beim Dermatologen oder Schönheitschirurgen bereits um 200 bis 400 Euro ergattern.
Und mit einer Sitzung ist es natürlich nicht getan. Für ein effektives Vampir-Lifting benötigt man laut Experten etwa drei bis vier Treatments.