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Ein Vater und sein Kampf gegen Fast Food

Aaron Schultz hat zwei Kinder. Und er macht sich Sorgen um die Gesundheit Jugendlicher. Weshalb er einen Kampf gegen die Fast Food-Kultur führt.

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Ein Vater und sein Kampf gegen Fast Food

Aaron Schultz ist Vater zweier Söhne (14, 10). Und er macht sich Sorgen. Im Turnunterricht beobachtet er, wie dicke Kinder kaum dem Ball hinterher laufen können. Im Einkaufszentrum sieht er übergewichtige Jugendliche, die sich einen Burger nach dem anderen hinter die Kiemen schieben.

Was ist geschehen?, fragt sich Aaron. Wann haben Kinder aufgehört, draußen herumzutoben, zu springen, zu rennen? Wann haben sie begonnen, nur mehr ungesundes Fast Food zu futtern? Und was bedeutet das für den Gesundheitszustand kommender Generationen?

Nun ist Aaron Schultz kein Mann, der in Agonie versinkt, die Hände faltet und die Sachen einfach geschehen lässt. Er ist überzeugt: "Wenn man etwas ändern will, dann muss man eben damit anfangen."

Deshalb startete er in Australien einen Kampf "David gegen Goliath": er, der brave Familienvater, gegen die Fast Food-Kultur seiner Heimat. "Ich bin nur ein Dad, der sich Sorgen macht, dass meinen Kindern ständig Werbung für ungesunde Produkte wie Burger unter die Nase gerieben wird," erzählte Schultz der britischen Daily Mail.

Alarmiert hätten ihn außerdem die aktuellen Zahlen der australischen Gesundheitsbehörde: Neun der insgesamt 21 Millionen Einwohner übergewichtig. Bei den Kindern und Jugendlichen ist der Anteil mit einem Viertel besonders hoch.

Unter den Slogan „BIG MACS MAKE BIG CHILDREN“ (deutsch: „Big Macs machen Kinder dick“) druckte er auf Schachteln des Fast-Food-Klassikers Bilder von extrem übergewichtigen Kindern. Sie sollen dafür sensibilisieren, welche Wirkung schlechtes Essen hat. Allein auf der Facebook-Seite seiner Initiative Game Changer wurde der Entwurf über 60.000 Mal geteilt.

Vorbild für die Aktion sind die Verpackungen von Zigarettenschachteln. Seit diese (wie auch in Österreich) nur mehr mit abschreckenden Aufdrucken verfaulter Zähne oder von Krebsgeschwüren verkauft werden, steigt bei Rauchern nach einer Untersuchung des Medical Journal of Australia der Wunsch aufzuhören.

Was bei Tschick-Abhängigen funktioniert hat, das müsse auch Junkfood-Junkies zum Umdenken bewegen, so Aarons Idee.

Dazu fordert der engagierte Ernährungs-Guru eine Kennzeichnungspflicht für Fast Food. "Es ist das Recht jedes Bürgers zu erfahren, was sich in seinem Essen befindet," twittert er.