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"Bin stolz auf ihn": So ist es mit einem Vater mit Down-Syndrom aufzuwachsen

Er ist 21 und angehender Zahnarzt. Viele würden das dem Sohn eines Vaters mit Down-Syndrom nicht zutrauen. Deshalb macht er nun seine Familiengeschichte öffentlich.

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"Bin stolz auf ihn": So ist es mit einem Vater mit Down-Syndrom aufzuwachsen
© Instagram @saderissa

Menschen mit Down-Syndrom sind noch immer mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Dass sie eine Familie gründen, Kinder großziehen und stolze Eltern sein können, wird ihnen meist nicht zugetraut. Letzteres kommt auch eher selten vor. Aus diesem Grund ging ein Mann aus Syrien nun mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit. Sader Issa ist Sohn eines Mannes mit Down-Syndrom und mächtig stolz auf seinen Dad: "Ich würde mir keinen anderen Vater wünschen", erklärt der 21-Jährige gegenüber "Bored Panda". Auf Instagram teilt der junge Mann Fotos seiner Familie und würdigt seinen Papa mehr als so manch anderer.

"Mein Sohn ist ein Doktor!"

"Ich bin stolz auf meinen Vater. Mein ganzes Leben lang hat er mich immer unterstützt, wenn ich ihn brauchte." Sader ist angehender Zahnarzt und konnte immer auf seinen Vater zählen. "Immer, wenn er jemanden zum ersten Mal trifft, sagt er: 'Mein Sohn ist ein Doktor'. Man kann in seinen Augen die Freude und Zufriedenheit sehen, als wollte er sagen: Ja, ich habe Down-Syndrom, aber ich habe diesen Mann erzogen und alles in meiner Macht stehende getan, um ihm zu helfen, ein Arzt zu werden und anderen zu helfen", so Sadar gegenüber der syrischen Gesellschaft für soziale Entwicklung. Sein Vater sei außerdem sehr beliebt in seinem Umfeld und hoch angesehen. "Er hat versucht, mir eine ganz normale Kindheit zu ermöglichen. Er erwartet keine Gegenleistung."

Um endlich mit den Vorurteilen aufzuräumen, entschied sich der Syrer seine Familiengeschichte öffentlich zu machen. "Ich wünsche mir, dass alle Menschen verstehen würden, dass man sich nicht dafür schämen muss, anders zu sein. Menschen mit Down-Syndrom sind anders, aber sie haben Gefühle, Hoffnungen, ihren eigenen Kopf und sie können ein normales Leben führen, wenn sie sozial akzeptiert werden und die Gesellschaft sie unterstützt."

Themen: Report, Eltern

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