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Terroranschlag: Die Worte dieses Vaters aus Paris 2015 sind so aktuell wie nie

Könnt ihr euch noch an den kleinen Buben erinnern, der nach den Anschlägen in Paris 2015 viral ging? Die Worte des Vaters sind so aktuell wie nie...

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Terroranschlag: Die Worte dieses Vaters aus Paris 2015 sind so aktuell wie nie
© 2020 Getty Images

Österreich steht auch drei Tage nach den Terroranschlägen in Wien unter Schock. Ein Ereignis, das wohl noch viel Zeit braucht, um es zu verarbeiten. Während wir Erwachsene mit Gefühlen wie Angst, Trauer und Unsicherheit zurechtkommen müssen, bleiben Kinder und Jugendliche, die den Anschlag mitbekommen haben, oft ratlos zurück. Wir haben eine Kinderpsychologin gefragt, wie man Kindern Terror erklärt. Unweigerlich erinnern wir uns an den Vater aus Paris, der nach den Terroranschlägen 2015 seinem kleinen Sohn vor laufender Kamera versuchte, die Angst vor dem Terror zu nehmen und damit die Herzen von Millionen Menschen berührte. Das Video ging um die Welt. Und die Worte des Vaters sind so aktuell wie nie... Viele Menschen in Wien sind ebenso verunsichert und haben Angst.

"Das sind sehr, sehr böse Leute", sagt der Kleine im Video. Der Reporter der französischen Nachrichtensendung "Le Petit Journal" interviewt den Jungen und seinen Vater und fragt den Buben, ob er versteht, was passiert sei. "Wir müssen sehr vorsichtig sein, denn wir müssen in ein anderes Haus ziehen", antwortet der Junge und sieht mit traurigem Blick auf den Boden. Der Vater des Jungen beruhigt ihn: "Nein, wir müssen nicht umziehen. Frankreich ist unser Zuhause!"

Der kleine Junge ist aber noch nicht überzeugt:

Sohn: "Aber es gibt sehr böse Menschen, Papa."
Vater: "Ja, aber die gibt es überall."
Sohn: "Sie haben Waffen, sie können uns erschießen, weil sie sehr böse sind, Papa."
Vater: "Sie haben vielleicht die Waffen, aber wir haben Blumen."
Sohn: "Aber Blumen machen nichts, die sind für... für..."
Vater: "Na klar machen die was, schau mal, jeder legt Blumen hin. Das ist, um gegen Waffen zu kämpfen."
Sohn: "Das ist zum Schutz?"
Vater; "Genau."
Sohn: "Und die Kerzen auch?"
Vater: "Die sind dazu da, um an die Menschen zu erinnern, die uns gestern verlassen mussten."
Sohn: "Die Blumen und die Kerzen sind hier, um uns zu beschützen."
Reporter: "Geht es dir jetzt besser?"
Sohn: "Ja. Jetzt ist es besser."

Es sind einfache Worte, mit denen der Vater seinen Sohn beruhigt und ihm die Angst nimmt. Trotzdem sind es Worte, die nicht nur dem Jungen Trost spenden, sondern der ganzen Welt. Unzählige Userinnen und User gratulieren dem Vater damals zu seiner pointierten Erklärung und dem Sohn zu einem einfühlsamen Vater.

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