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Stillen in der Öffentlichkeit? So genial verteidigt dieser Vater die Mamas

"Ich soll meinen Bizeps verstecken!", Der britische Papa Simon Harris hat seinem Frust über Menschen freien Lauf gelassen, die im Netz gegen Stillen in der Öffentlichkeit zetern. Und das mit einem super lustigen Posting.

von

man behave dadly

Simon Harris füttert eins seiner Kinder.

© facebook.com/manbehavingdadly

"Und dann hat sie gesagt: Bitte verdecken Sie ihren Bizeps!" , so lautet ein Satz aus Simon Harris Facebook-Posting. Der britische Vater schreibt auf seinem Blog "Men Behave Dadly" über alle möglichen Irrungen und Wirrungen des Vater- & des Elternseins. Und auch auf Facebook äußert er oft seine Meinung. Der obere Satz stammt aus seinem wohl beliebtesten Posting. Es handelt sich um einen satirischen Bericht, in dem er beschreibt, wie er in einem Lokal diskriminiert wurde, nur weil er sein Kind im T-Shirt gefüttert hat.

"Ich bin total fertig! James wollte seine Flasche in einem Coffee Shop und als ich anfing, ihn zu füttern, kam eine Frau zu mir und meinte, dass mein nackter Bizeps ihren Appetit verdirbt. Ich halte mein Kind im linken Arm und füttere es mit der rechten Hand. Und da ich meinen Arm gebeugt habe, sah plötzlich mein rechter Bizeps praller aus, als er normalerweise ist. Es ist nicht meine Schuld! Denn wenn du dein Kind nun mal richtig umsorgst, Flaschen sterilisierst und es fütterst, dann werden deine Arme automatisch trainiert." , schrieb Harris auf Facebook.

Im satirischen Text beschreibt er, wie er der Frau gesagt hätte, dass er sie in Ruhe lassen soll und sie dann das Café verlassen hat. Dann sei aber der Manager auf ihn zugekommen: "Er fragte mich, ob ich den Rest der Flasche in einem kleinen Raum, wo sie die Sachen für die Geschirrwäsche aufbewahren, weiterführen will. Da hätte ich ja mehr Ruhe." Er schloss das Posting damit ab, dass er es nur scherzhaft gemeint hatte und einfach jene Menschen nicht verstehen kann, die so komisch werden, wenn es um Brüste geht.

»Warum musstest du das auf Facebook posten? Du verzehrst dich doch nur nach Aufmerksamkeit!«

Warum er sich so eine Geschichte ausgedacht hat? Weil man im Netz häufig solche Erfahrungsberichte von Frauen liest, die in Lokalen von Fremden angesprochen und manchmal sogar beschimpft werden, wenn sie ihr Kind stillen. Wie Harris in seinem Posting betont: Was soll er denn in der Situation anders machen, wenn das Kind gefüttert werden muss? Sich schnell einen Hoodie anziehen oder gar schnell nachhause fahren? Nur, weil er die natürlichste Sache tut, die man als Elternteil mit seinem Kind tun kann: Ihm Nahrung geben.

Die Kommentare unter seinem Posting zeigen, dass viele Frauen & Männer mit ihm fühlen und schon ähnliche Situationen durchgemacht haben. Manche reagieren sogar ebenfalls mit satirischen Kommentaren, die die Situation noch viel genialer machen. "Warum hast du das Kind nicht zuhause gefüttert, denn so sollte es doch eigentlich sein! Ich bin mir sicher, dass du das extra gemacht hast. Du wolltest deine Armmuskeln einfach jedem unter die Nase reiben. Dein Bizeps sollte nur etwas für dich und deine Frau sein! Hab ein bisschen mehr Respekt vor dir selbst." , schreibt zum Beispiel eine Userin. Eine andere meint: "Warum musstest du das auf Facebook posten? Du verzehrst dich doch nur nach Aufmerksamkeit! In meiner Zeit haben Menschen ihre Babys in Ruhe gefüttert."

Und wieder eine andere schreibt: "Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, hättest du auch einfach einen Pullover anhaben können. Oder das Kind vorher füttern. Oder du hättest einfach warten können. Ich bin eine erwachsene Person und muss mir echt nicht deine Körperteile geben (die genau gleich sind wie meine eigenen oder jene, die ich schon bei anderen Menschen gesehen habe)." Diese Kommentare sind natürlich ebenfalls satirisch gemeint und spielen auf jene Postings an, die häufig unter den Erfahrungsberichten von stillenden Müttern gepostet werden.

Sie zeigen die Absurdität auf, die an diesem Thema haftet. Denn jetzt mal ehrlich: Was ist natürlicher, als die Fütterung eines neugeborenen Menschen durch seine Mutter? Fast nichts. Und es kann nicht sein, dass wir stillende Mütter in die Isolation verdrängen wollen, nur, damit wir nicht in unserem normalen Ablauf gestört fühlen. Und dieser britische Dad zeigt, dass man da mit Humor einiges ausrichten kann!

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