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Veggie-Burger darf laut EU doch noch "Burger" heißen

Während Soja- oder Mandeldrinks nicht mehr als "Milch" bezeichnet werden dürfen, wird es Begriffe wie Tofu-Wurst oder Veggie-Burger weiterhin geben.

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Veggie-Burger darf laut EU doch noch "Burger" heißen
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Ein "interessanter" Gesetzesentwurf wurde im EU-Parlament diskutiert: Und zwar sollte der Unterschied zwischen einem Veggie-Burger und jenem mit Fleisch begrifflich geklärt werden. Der Gesetzesvorschlag war Teil eines Berichts zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union und wurde am Freitag abgelehnt. Hersteller dürfen also weiterhin ihre Fleischersatzprodukte (es ging auch um Soja-Schnitzel oder Tofu-Wurst) mit tierisch anmutenden Begriffen bezeichnen. Werbung für das Verbot der Fleichbezeichnungen wurde vor allem seitens der Landwirtschaftsverbände betrieben. So forderte beispielsweise der Deutsche Bauernverband "ehrliche" Produktnahmen für die Fleisch-Ersatzprodukte.

Veggie-Burger darf weiterhin "Burger" heißen

"Wir sind überzeugt, dass sich der Bürger selbst ein Bild machen kann", erklärte der FDP-EU-Abgeordnete Jan-Christoph Oetjen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die VerbraucherInnen wüssten ja auch, dass man Scheuermilch nicht trinken kann, so Oetjen. Apropos Milch: Hier sieht die Sache etwas anders aus...

Milch-Ersatzprodukte dürfen nicht "Milch" genannt werden

Im Jahr 2017 gab es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, dass als "Milch" nur jene Produkte bezeichnet werden dürfen, die aus der "normalen Eutersekretion" von Tieren gewonnen werden. Dies bedeutete das Aus für die "Pflanzenmilch". Diese werden seither mit dem Begriff "Drinks" oder Ähnlichem bezeichnet. Auch Ersatzprodukte von Käse oder Butter müssen seither eindeutig als Pflanzenprodukte betitelt werden.

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