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Verbesserung des Pneumokokken-Impfstoffs: Eindämmung der aggressiven Bakterien

Pneumokokken zirkulieren permanent in der Bevölkerung. Der einzige Schutz: ein starkes Immunsystem oder die Schutzimpfung. In Österreich erkranken jährlich 7,2 Personen pro 100.000 Einwohner neu. So wurden von 2001 bis 2009 mehr als 260 Fälle bei Kindern unter 5 Jahren gezählt.


Verbesserung des Pneumokokken-Impfstoffs: Eindämmung der aggressiven Bakterien

Damit macht sich zumindest bei Kindern ein Rückgang um mehr als 50 Prozent gegenüber den Vorjahren bemerkbar. Auch die Nebenwirkungen sind deutlich zurückgegangen. Weltweit gesehen sterben jährlich mehr als 830.000 Kinder unter sechs Jahren und mehrere tausende Erwachsene an einer Pneumokokkeninfektion.

Einmal von den Bakterien befallen, können diese eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen. Dazu zählen Hirnhautentzündung (Meningitis), Blutvergiftung, Bauchfell-, Nasennebenhöhlen-, Mittelohr- und Lungen-Entzündungen. Folgeschäden wie Schwerhörigkeit und Blindheit sind möglich. Der Verlauf kann lebensbedrohlich werden. Eine effektive Behandlung ist nicht möglich. Reise und Tropenmediziner Dr. Herwig Kollaritsch: „Pneumokokken sind leider resistent gegen manche Antibiotika wie Penicillin.“

Laut Österreichischem Impfplan ist eine Impfung für Säuglinge und Kinder sowie für Personen ab 65 Jahren empfehlenswert. Risikopatienten wie etwa
Kinder mit chronischen Krankheiten oder erworbenen Immuninfekten erhalten den Impfstoff kostenfrei.

Mehr Infos zum Österreichischen Impfplan unter:
www.bmg.gv.at

Redaktion: Laura Zöhrer