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SO wird man Victoria's Secret bald nicht mehr sehen!

Ist das das Aus für die dünnen Laufsteg-Engel? Warum Dessous-Label Victoria's Secret jetzt mit gewaltigem Druck einer Online-Petition konfrontiert wird.

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SO wird man Victoria's Secret bald nicht mehr sehen!

Adriana Lima: Für die Dessous-Show müssen die Körper der VS-Engel perfekt sein

© 2013 Getty Images/AFP/Emmanuel Dumand

Jahrelang war die Welt des Dessous-Konzerns Victoria's Secret geprägt von wunderschönen, langbeinigen und superschlanken Models. Doch nun wackeln diese Grundpfeiler der Vermarktung – und zwar gehörig.

Eine Petition auf Chance.org erreichte mehr als 1.000 Unterschriften von Frauen, die gegen das, so wortwörtlich, "gesundheitsschädliche Körperbild" des weltgrößten Dessous-Enzelhändlers protestiert. "Victoria's Secret hat auch eine soziale Verantwortung gegenüber Millionen junger Frauen, die durch das glorifizierte Körperbild des dünnen Models unter Druck gesetzt werden," so Brittany Cordts, Gründerin der Petition.

Zwar habe die Marke ihr von vielen Frauen beanstandetes Werbe-Sujet "The Perfect Body", auf dem nur Supermodels zu sehen waren, in "Ein Body für jeden Body" umgetextet. Dies reiche aber als Signal nicht aus. Cordts: "Ein Umdenken beginnt erst, wenn Victoria's Secret auch kurvigere und damit realistischere Models für ihre Kampagnen und Schauen bucht."

The perfect "body"
Zog Kritik nach sich: Die "Perfect Body"-Kampagne von VS

Noch mehr Zuspruch erhielt eine andere, ebenfalls auf Chance.org ins Leben gerufene Protestbewegung gegen das Unterwäsche-Label. Sie bekrittelt die Größen des Labels. Aktuell entspricht XL nach Victoria's Secret-Maßen einer Kleidergröße 44. BHs werden maximal bis Körbchengröße D angeboten, nur ganz wenige Modelle sind auch in DDD erhältlich.

"Es kann doch nicht sein," so Initiatorin Dana Drew zum Online-Magazin Business Insider, "dass es bei Victoria's Secret keine Teile für Frauen ab Größe 44 gibt! Ich beispielsweise LIEBE die Dessous und würde am liebsten den gesamten Laden leer kaufen. Ich besitze sogar ihre Kreditkarte. Mein Geld ist für Victoria's Secret zwar offenbar gut genug – aber die Tatsache, dass ich in den Läden nur Shampoo, Parfüm und Badetücher kaufen kann, sendet das Signal, dass mein Körper es nicht ist."

Sie und ihre Unterstützerinnen fordern das Dessous-Label auf, künftig auch Lingerie für Frauen mit Plus-Size-Maßen anzubieten. Dies, so Dana Drew, sei ja auch aus wirtschaftlichen Gründen eine Überlegung wert. "Es gibt über 100 Millionen amerikanische Frauen, die über Kleidergröße 44 tragen. Allein die haben im letzten Jahr 17,5 Milliarden Dollar für Kleidung ausgegeben. Ein Kuchen, den sich Victoria's Secret bislang entgehen lässt..."

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