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Sonnenbäder sind eher gesund als gefährlich?!

Auf jeden Menschen, der an Hautkrebs stirbt, kommen 30, die an Vitamin-D-Mangel sterben. Dieser Arzt meint demnach: "Sonnenbäder sind gesund!"

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Vitamin-D-Mangel Folgen

Sonnenbäder sind herrlich - trotzdem muss man einiges beachten!

© istockphoto.com

Der schwedische Arzt und Wissenschaftler Dr. Bertil Marklund hat sehr früh seine Eltern verloren. Seither beschäftigt ihn die Frage, wie man die Lebensdauer verlängern kann. In seinem neuen Buch "10 Tipps. 10 Jahre länger leben" beschreibt er auch, welchen Einfluss die Sonne auf unsere Gesundheit hat. "Sonnenbäder sind eher gesund als gefährlich", schreibt er darin. Allerdings gilt es dabei einiges zu beachten, um Hautkrebs keine Chance zu geben!

Warum ist Sonne so wichtig?

Sobald man sich in der Sonne befindet, setzt man sich der ultravioletten Strahlung aus, die aus UVA- und UVB-Strahlen besteht. Die UVB-Strahlen bilden Vitamin D, wenn unsere Hautzellen dem direkten Kontakt mit dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Dies ist auch der Grund, warum so viele Menschen im Winter an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Und genau durch diesen Mangel steigt das Risiko für Krebs und viele andere Krankheiten.

Vitamin D Mangel? Anzeichen

Was macht Vitamin D?

Vitamin D ist gut fürs Nervensystem und auch für die Knochenbildung, denn es wirkt der Osteoporose entgegen. Des Weiteren reguliert es das Hormonsystem und verbessert die Aufnahme von Mineralien und anderen wichtigen Stoffen aus dem Darm. Vitamin D aktiviert und stärkt auch das Immunsystem und trägt dazu bei, dass Entzündungen eingedämmt werden. Auf diese Art schützt es uns vor einer ganzen Reihe von Krankheiten, unter anderem vor:

• verschiedenen Krebsarten
• Multiple Sklerose (MS)
• Diabetes
• rheumatischen Erkrankungen
• Depressionen
• Psoriasis (Schuppenflechte)
• Osteoporose
• Infektionen
• Demenz
• Thrombosen in den Beinen

Also ist Sonnenbaden gesund?

Dr. Marklund rät: "In unseren Breitengraden müssen wir zusehen, dass wir unsere Vitamin-D-Speicher auf Vorrat füllen. Deswegen sollte man sich im Sommerhalbjahr täglich sonnen." Dazu muss man sich aber nicht im Bikini an den Strand legen. Es reicht schon, wenn man im T-Shirt draußen im Garten arbeitet oder einen Spaziergang macht. 15-20 Minuten ohne Sonnenschutz reichen aus. Wer sich länger draußen aufhält, sollte sich unbedingt eincremen, um einen Sonnenbrand zu vermeiden!

Ein wichtiger Tipp: "Du solltest dich nach dem Sonnenbad nicht direkt duschen oder Seifen verwenden, die das fettlösliche Vitamin D wieder abwaschen." Es dauert in Regel ein paar Stunden bis das Vitamin D von der Haut aufgenommen wird.

Muttermale selbst kontrollieren

Sonnenschutz ist trotzdem wichtig

Bestimmt kennst du den Spruch: Die Haut merkt sich alles. Vor allem Sonnenbrände, die man als Kind hatte, erhöhen das Risiko später im Leben Hautkrebs zu entwickeln. Wenn du dich länger als 15-20 Minuten in der Sonne aufhältst, musst du deswegen IMMER Sonnencreme verwenden und dich mit der richtigen Kleidung schützen. Das gilt auch für den Winter! Außerdem sind Personen mit folgenden Merkmalen sehr gefährdet: blonde Haare, rote Haare, Sommersprossen, viele Muttermale, Hautkrebs in der Familie.

Vitamin D über Nahrungsmittel aufnehmen

Das Vitamin D, das man beim Sonnenbaden im Sommer gebildet hat, reicht zwar noch bis einige Wochen in den Herbst, doch dann nimmt es allmählich ab. Deswegen ist anzuraten, zum Herbstanfang mit der Vitamin-D-Einnahme zu beginnen und sie bis zum Frühjahrsanfang fortzusetzen. Außerdem ist viel Vitamin D in Nahrungsmittel, wie fettem
Fisch (Lachs, Hering, Makrele, Aal), Eiern und Milch enthalten.

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