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Von Liebe und Schmerz: Ingrid
Brugger im WOMAN-Interview

Gefühle inspirierten Kunstforum-Chefin Ingried Brugger zur neuen Modekollektion „Rosenschwarz“, die am 28.11. im Wiener Odeon Theater präsentiert wird.


Von Liebe und Schmerz: Ingrid
Brugger im WOMAN-Interview
© Steffi Starz

Für Museumsdirektorin Ingried Brugger ist es bereits die zweite Fashion-Kollektion und auch diesmal setzt sie auf tragbare Mode. Im „Woman“-Talk verrät die Ehefrau von Star-Künstler Christian Ludwig Attersee, worin der Unterschied zwischen Mode und Kunst liegt und, dass die liebende Hunde-Mama sogar schon „Kleider“ für ihre süßen Vierbeiner Xavier und Jules entworfen hat. Als Weihnachtsgeschenk...

Woman: Was war der Anlass dafür, neben Ihrem Job auch noch mit dem Mode-Design zu beginnen?

Brugger: Eher zufällig habe ich entdeckt, dass ich Kleider machen kann, und dass mir das ungeheuren Spaß macht. Ich bin nicht der Typ Hobbyschneiderin. Wenn man diesen Aufwand betreibt, muss er auch professionell umgesetzt werden. Außerdem arbeite ich gerne und viel. Ich bewege mich auch gerne in unterschiedlichen Welten. Das ist inspirierend.

Woman: Wie lange haben Sie an der Kollektion „Rosenschwarz“ gearbeitet?

Brugger: Etwa ein Jahr. Die aktuelle Kollektion besteht aus knapp 40 Outfits. Ein Kollektionsteil zu entwickeln heißt ja immer auch, andere Teile zu verwerfen, zu verbessern, umzuarbeiten, um schließlich die optimale Lösung in die Kollektion aufzunehmen.

Woman: Was hat Sie zu dieser Kollektion inspiriert?

Brugger: „Rosenschwarz“ ist eine Hommage an die Vielfalt des Lebens zwischen den Polen Liebe und Schmerz, Erotik und Trauer, Leben und Endlichkeit. Die Theatralik von historischen Kostümen und gewisser Elemente der heimischen Tracht sind ebenso in die Kollektion eingeflossen wie die Lässigkeit von Street Wear.

Woman: Worauf liegt IhrHauptaugenmerk beim Designen?

Brugger: Ich komme ja nicht von der Mode, sondern – wenn man so will – eher von der Seite der Kunst. In dem Sinn ist mein Zugang zu Mode auch unverbildet. Freier auch. Ich finde, das ist ein Atout, von dem ich hoffe, dass es mir nicht verloren geht.

Woman: Welche Farben und Schnitte dominieren die Kleider? Ist Ihre Mode tragbar?

Brugger: Rot und Schwarz dominieren die Kollektion farblich. Meine Mode ist sehr feminin. Sie ist aufwendig und außergewöhnlich in einem angenehmen Sinn. Und jedes Teil ist tragbar, und zwar für Frauen jeden Alters. Ich mache keine Mode ausschließlich für Idealfiguren, sondern für Frauen, die sich ihrer Weiblichkeit ebenso bewusst sind wie ihrer Stärke und Einzigartigkeit.

Woman: Haben Sie bereits Ideen für weitere Kollektionen in der Zukunft? Eventuell eine Kollektion für Ihre beiden Hunde Xaver und Jules?

Brugger: Ich kann keineKollektion für Männer entwerfen. Aber für Hunde: ja, warum nicht! Im Übrigen werden Xavier und Jules zu Weihnachten jeweils ein „Star-Kleid“ meines Labels erhalten. Sozusagen ein erster Versuch ...

Woman: Hat Ihr Mann bei Ihren Mode-Entwürfen ein Wörtchen mitzureden?

Brugger: Nein, natürlich nicht. Das muss ich allein machen. Aber er ist in dem Sinn voll dabei, als er es gut findet, dass ich auch Mode mache.

Woman: Ihre Wünsche für’s neue Jahr?

Brugger: Ich wünsche mir viele gute Ideen.

Interview: Petra Klikovits

Thema: Liebe