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Vorfreude.kaufen: So kannst du jetzt deinem Lieblingslokal helfen

Durch die Corona-Krise wird vor allem auch die österreichische Gastronomie auf eine harte Probe gestellt. Deshalb wurde von einem jungen Team, Nina Mohimi, Sebastian Hofer und Konstantin Jakabb die Initative „Vorfreude.kaufen“ ins Leben gerufen. Wir haben die drei zu ihrem Projekt befragt.

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Vorfreude.kaufen: So kannst du jetzt deinem Lieblingslokal helfen
© iStock

Bei dem Projekt „Vorfreude.kaufen“ handelt sich um eine Plattform, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Solidarität zu zeigen und Stammlokale inklusive Belegschaft & Produktionsbetriebe tatkräftig zu unterstützen: mit dem Kauf eines Vorfreude-Gutscheins.

Für eine nicht absehbare Dauer sind viele Lokale geschlossen. Die meisten davon werden an den Folgen lange zu kämpfen haben – wenn sie den Umsatz-Entgang überhaupt überstehen. Denn die angeordnete Schließung ist zwar notwendig, bedeutet aber leider auch Konkurse bzw. Kündigungen. Außerdem wird der Umsatzeinbruch noch nicht abschätzbare Auswirkungen auf produzierende Betriebe und Lieferanten im gastronomischen Umfeld haben.

Abe du kannst helfen, dank dem sozialen Engagement von Nina Mohimi (Co-Founder of The Coolinary Society/ Social Food Trend Curator), Sebastian Hofer (Art Director und DauerFoodie) und Konstantin Jakabb (Geschäftsführer der Agentur Virtue.).

»Weil Gastronomie in Österreich mehr ist, als nur Essen. Sie ist unserer Kulturgut und unsere gelebte Gemeinsamkeit, die Freude beschert.«

Ihr seid leidenschaftliche Restaurantbesuchende, Hobby-Gourmets und -KöchInnen: Was bedeutet die derzeitige Situation für euch?
Sebastian Hofer: Mitfiebern. Viele Lokalbesitzende zählen zu unseren Freundinnen und Freunden. Ihre Existenz betrifft uns emotional.

Konstantin Jakabb: Also ich visualisiere schon die ersten Restaurantbesuche und koche aktuell aus diversen Kochbüchern nach.

Nina Mohimi: Für uns ist es “nur” unbequem. Schlimm ist der Gedanke, dass es viele Lokale (und andere Geschäfte) möglicherweise nicht schaffen werden wieder aufzusperren.

Wie kam es zur Initiative Vorfreude.kaufen?
Wir drei kennen uns über die gemeinsame Leidenschaft zum Essen. Als die Lokale (richtigerweise) zu machen mussten, haben wir ziemlich gleichzeitig den selben Gedanken gehabt. Klar war, wir müssen etwas tun. Wir lieben unsere Lieblingslokale und haben dort viele unvergessliche Momente erlebt. Jetzt wollen wir etwas zurückzugeben und helfen Lokale zu erhalten und Jobs zu retten.

Wie genau funktioniert es?
Wir legen das Lokal an. Der Gast sucht sich sein Lieblingslokal aus, füllt ein Formular aus. Wir schicken die Info ans Lokal und die geben dann alle weiteren Infos bekannt (Zahlungsmöglichkeiten etc). Sobald die Zahlung eingetroffen ist, bekommt der Gast den Gutschein per E-Mail vom Lokal. Damit auch kein Postversand notwendig wird.

Und, weil die Frage so oft kam, wir nehmen natürlich keine Provisionen ein - VORFREUDE.KAUFEN ist eine Non-profit-Initiative.

Was genau bewirkt diese Initiative?
In erster Linie Aufmerksamkeit für die Lage der Gastronomie. Und in Folge natürlich eine Möglichkeit für Einkommen für die Lokale.
Die angeordnete Schließung ist zwar notwendig, bedeutet aber leider auch Konkurse bzw. Kündigungen - dem wollen wir entgegenhalten.

Was machen Lokale derzeit durch und stehen sowohl die kleinen als auch die größeren vor einem finanziellen Notstand?
Das ist eine sehr individuelle Situation, aber wir kennen fast kein Lokal, das nicht betroffen ist. Zusätzlich wird der Umsatzeinbruch noch nicht abschätzbare Auswirkungen auf produzierende Betriebe und Lieferanten im gastronomischen Umfeld haben. Wir fordern also auch die produzierenden Großbetriebe auf zu unterstützen, wenn es möglich ist.

Auf vorfreude.kaufen kannst auch du mitmachen!

Eure Tipps für "Kochen in Quarantäne"?
Sebastian: Ganz klar Nachhaltigkeit. Wusstet ihr, dass man aus den Knochen eines (Bio!)Brathuhns noch eine herrliche Suppe kochen kann?

Konstantin: Alles verkochen und verarbeiten was man hat und auch ungewohnte Kombinationen ausprobieren. Zero Food Waste natürlich das Thema. Ich will ja dariadaria stolz machen. Auch Gerichte mit langer Vorbereitung wie zum Beispiel: Stockfisch Brandade. So überbrücke ich die Vermissung zu meinem Freund Konstantin Filippou.

Nina: Sich selbst herausfordern und alles kochen/backen, das man schon immer mal machen wollte, sich aber nie Zeit genommen hat. Kreativ werden und Spaß haben. Hauptsache so wenig wie möglich wegwerfen.

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