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Warum SIE von ihrem Sohn erschossen wurde

Auf Twitter und Facebook präsentiert sich die Amerikanerin Jamie Gilt als Verfechterin des Rechts auf Waffenbesitz. Bis ihr dies zum Verhängnis wurde...


Warum SIE von ihrem Sohn erschossen wurde

Jamie Gilt und ihr Sohn auf Twitter: Waffenbesitz wurde zum Verhängnis

© Twitter/JamieGilt

"Jeder hier bei uns weiß, wie man schießt!" postuliert die 31-jährige Amerikanerin Jamie Gilt stolz. Mit Cowboyhut und Waffe posiert sie auf Twitter und Facebook, präsentiert sich in den sozialen Netzwerken als glühende Verfechterin für das Recht auf Waffenbesitz. "Schon mein Vierjähriger Sohn weiß, wie man mit einer Waffe umgeht!"

Doch genau ihre Faible für Schusswaffen wurde der jungen Mutter aus Jacksonville nun zum tragischen Verhängnis. Auf der Fahrt zum Supermarkt griff sich ihr kleiner Sohn offenbar das auf der Rückbank liegende Kleinkalibergewehr, drückte durch - und schoss seiner Mama durch den Sitz in den Rücken.

Jamie Gilt wurde schwer verletzt, ist laut der Polizei von Putnam County im US-Bundesstaat Florida noch nicht vernehmungsfähig. "Es ist ein tragischer Unfall," so ein Polizeisprecher.

Ihr droht nun eine Anklage, da sie eine geladene Waffe nicht vor dem Zugriff des Kindes schützte.

Tödliche Unfälle mit Schusswaffen sind angesichts der weiten Verbreitung von Waffen in den USA keine Seltenheit. Auch Kleinkinder schießen immer wieder auf Geschwister, andere Kinder oder ihre Eltern. Ende 2014 hatte ein Fall Schlagzeilen gemacht, in dem ein Zweijähriger in einem Supermarkt versehentlich seine Mutter erschoss, als er unbemerkt eine Waffe aus der Handtasche seiner Mutter griff und sie abfeuerte.

Alljährlich, so meldet die AFP , werden rund 20.000 Minderjährige in den USA durch Schusswaffen verletzt oder getötet. Zur Zahl der Kinder und Jugendlichen, die selbst versehentlich jemanden durch Schüsse verletzen oder töten, gibt es keine Angaben.

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