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WOMAN wählt - der große Polit-Check: Unsere Fragen an Heinz-Christian Strache

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Wie schaut eigentlich das Gehalt der Spitzenkandidaten aus? Und wie hat die Schulzeit deren politische Einstellung beeinflusst? WOMAN startet die große Polit-Interview-Serie. Hier die privaten Antworten von Heinz-Christian Strache (48), FPÖ:


HC Strache im Interview über Schulzeit und Bildung


1. Welche Note geben Sie sich für das letzte Jahr in Ihrem Job? Und warum?
Das letzte Jahr würde ich im Schulnotensystem mit einem "Gut" bewerten. Die FPÖ hat konsequente Oppositionspolitik betrieben, wir haben uns konstruktiv eingebracht, und schließlich hat diese Arbeit auch dazu geführt, dass die FPÖ ihren Kandidaten Norbert Hofer in der Stichwahl zum Bundespräsidenten begleiten konnte. Leider hat es nicht ganz zum Sieg gereicht.

2. Welches unnütze Wissen besitzen Sie?
Ich bin davon überzeugt, dass es prinzipiell kein unnützes Wissen gibt. Es kommt immer nur darauf an, wie man das erworbene Wissen einsetzt und in welchem Zusammenhang.

3. Haben Sie schon mal etwas gestohlen? Wenn ja, was?
Nein.

4. Was würden Sie gerne lernen, wenn Sie Zeit dafür hätten?
Das Pilotieren eines Hubschraubers fasziniert mich.

5. Wer hat Ihnen im Leben am meisten beigebracht?
Mit Sicherheit meine Mutter. Sie hat mir etwas gelehrt, was man in keinem Lehrbuch finden kann: Herzenswärme und den Respekt vor anderen Menschen.

6. Welches Unterrichtsfach würden Sie gern abschaffen. Und welches dafür neu in den Stundenplan nehmen?
Ich möchte kein Lehrfach abschaffen, aber als Vater zweier Schulkinder wäre ich dafür, dass man Informatik mehr mit Leben erfüllt. Ich denke dabei daran, dass Kinder heute mehr denn je Medienkompetenz erlernen müssen. Gerade die Entwicklungen im digitalen Bereich schaffen Herausforderungen, die neben der technischen Beherrschung auch die grundlegenden Fragen nach Ethik, Entschleunigung und Ideologiekritik dieser digitalen Kultur betreffen. Diese Fragen werden in der Schule viel zu wenig beleuchtet.

7. Was war das Schrecklichste an Ihrer Schulzeit?
Ich habe keine schrecklichen Erinnerungen. Aus heutiger Sicht war es eine schöne Zeit, die mich geprägt und auf das Leben vorbereitet hat.

8. Welchem Lehrer / welcher Lehrerin aus Ihrer Schulzeit würden Sie heute gern Danke sagen? Und warum?
Ich bin im Grunde allen Lehrern dankbar für das, was sie geleistet haben.

9. Was würde Ihr Sitznachbar aus der Schule über Sie sagen?
Da müsste man im Vorfeld klären, welcher Sitznachbar . Nachdem ich mit meinen Mitschülern ganz gut ausgekommen bin, würden sie mich vermutlich so beschreiben, wie ich damals schon war und wie ich heute noch bin: ein lebensbejahender Mensch, der für Ungerechtigkeiten nichts übrighat. Ein Schulkollege, der den meisten seiner Mitschüler hoffentlich ein guter Kamerad gewesen ist.

10. Was wäre aus Ihnen geworden, wenn Sie auf Ihrem Karriereweg ein paar Mal anders abgebogen wären?
Um diese Frage zu beantworten, müsste ich schon tief in die Glaskugel blicken, aber ich denke, dass jene Berufsfelder, wo Kommunikation eine wichtige Rolle spielt, meiner Persönlichkeit sehr entgegengekommen wären.

11. Welchen Rat würden Sie Ihrem 14-jährigen Ich heute geben?
Denselben, den ich meinem 14-jährigen Sohn gegeben habe: Nicht jeder, der dich kritisiert, meint es böse mit dir. Und nicht jeder, der dich lobt, meint es unbedingt gut mit dir.

12. Was würden Sie in Ihrem Leben gern ungeschehen machen?
Mein Leben spiegelt mich und meine Erfahrung wider. Daran möchte ich nichts ändern.

13. Sind Sie heute, Ihrer Meinung nach, ein besserer Mensch als vor zehn Jahren?
Ich bin heute der gleiche Mensch wie vor zehn Jahren. Das Einzige, was sich geändert hat, ist der Erfahrungsschatz der letzten zehn Jahre.