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Wann es besser ist, eine Beziehung zu beenden

Jede Beziehung hat ihre Tiefpunkte. Aber wann ist es besser, durchzuhalten und auf bessere Zeiten zu hoffen - und wann sollte man das Handtuch werfen?

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Wann es besser ist, eine Beziehung zu beenden
© Pinterest

In einer perfekten Welt gäbe es ein Regelwerk, das uns wissen lässt, wann eine Beziehung für uns richtig und gut ist (schön wäre ein kleines, das in unsere Clutch passt und vielleicht einen integrierten Highlighter hat...nur ein Scherz!). Aber dieses Regelwerk der Liebe gibt es leider nicht.

Und so weiß jede von uns, wie es sich anfühlt, wenn man an einer Beziehung zweifelt. Aber sich nicht sicher ist, ob es nur eine zwischenzeitliche Krise ist (kommt in jeder Beziehung vor!) und man die Zähne zusammenbeißen und durchhalten soll – ob es nicht doch besser wäre, das Handtuch zu werfen und das Unglück zu beenden.

Warum es uns so schwerfällt, eine Beziehung zu beenden

Vor allem wir Frauen sind in Sachen Beziehung oft sehr leidensfähig. Bitte, keine Unterstellung, nur eine Beobachtung. Im Freundinnenkreis befinden sich genug Beispiele. Tolle Frauen, die ewig festhalten, auch wenn ihr wohlmeinendes Umfeld auf sie einredet, dieses Unglück von einem Mann endlich hinter sich zu lassen. Nur: Wer in einer schwierigen Beziehung steckt, der weiß, wie wahnsinnig schwer das ist:

  • Man hofft, dass ER sich doch irgendwann ändert (wird er eher nicht).
  • Dass es wieder so wird, wie es einmal war (schwierig, da sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt).
  • Oder man hat eine tief verankerte Sorge, plötzlich alleine dazustehen.
  • Manchmal spielt sogar eine Form von Besitzdenken eine Rolle: Man will vor allem verhindern, dass der Partner mit jemand anderem sein Glück findet.

Der Druck in dieser Situation voller Fragezeichen ist enorm. Auch wenn wir kein clutch-formatiges Liebes-Regelwerk mit Highlighter-Funktion sind: Wir haben zwei Indikatoren, anhand derer du festmachen kannst, ob du die Beziehung beenden solltest.

Wann es besser ist, die Beziehung loszulassen

1. Wenn du das Gefühl hast, als ob du auf Eierschalen gehst

Das ist nicht gesund. Nochmals, Wiederholung: DAS. IST. NICHT. GESUND. Die Angst und Unsicherheit, dass du einen anderen Menschen permanent mit Samthandschuhen anfassen musst, damit es nicht zu einem Streit kommt oder du das Gefühl haben musst, dass man dich mit beiden Händen wegstößt, ist nicht nur herzzerreißend, sondern hochgradig giftig. Der Zweck einer Beziehung ist es, jemanden zu finden, der weiß wer du bist und dich dafür liebt. Wenn dein Partner daran nicht interessiert ist, wird auch die Anzahl deiner an ihn versandten Emojis und dein Versuch, ständig auf seine Bedürfnisse einzugehen, daran nichts ändern. Wenn du dich also das nächste Mal dabei ertappst, wie du bei deiner Freundin argumentierst, dass das, was du zu deinem Partner gesagt hast, vielleicht "doch etwas zu viel war", dann erinnere dich ganz schnell daran, wie großartig du eigentlich bist – und dass du einen Menschen verdient hast, der das schätzt (statt dich einem anderen unterzuordnen und dich so langsam in jemand anderen zu verwandeln).

2. Wenn es deinen Alltag negativ beeinflusst

Es gibt eine einfache Wahrheit: Beziehungen bestehen aus Kompromissen. Wenn du dich aber einem Partner nur mehr unterordnest und das dein Leben negativ beeinflusst, indem du Arbeitsfristen verpasst und andere Dinge, die dich früher glücklich gemacht haben, immer mehr vernachlässigst, dann tritt einen Schritt zurück. Dein Leben soll nicht zu Kosten des Glücks eines anderen gehen. Wenn du dich in einer Beziehung nicht mehr wie du selbst fühlst, dir immer mehr die Energie ausgeht, dann ist es Zeit, damit abzuschließen. Eine positive, gesunde Beziehung wird durch dein eigenes Glücks-Niveau angezeigt. Vergiss nie: Das Leben ist zu kurz, um es nicht voller Freude zu leben, nur weil es eine Beziehung gibt, die dich fertigmacht.