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Wann brauche ich einen Psychologen?

Freizeit und Beruf verschwimmen, die Anforderungen sind enorm. Ein Burnout droht. Wann braucht man einen Psychologen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.


Wann brauche ich einen Psychologen?
© Corbis

Angstzustände, Schlafstörungen, Panikattacken, Depressionen – das Leben von immer mehr Menschen wird durch psychische Leiden getrübt. Bei jedem dritten Österreicher tritt zumindest einmal im Leben eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung auf. Besonders alarmierend: Schon 10 - 20 Prozent der heimischen Kinder und Jugendlichen haben mit seelischen Problemen wie Essstörungen, Panikattacken und Depressionen zu kämpfen.

WOMAN beantwortet die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Psychologie.

Wer kann/darf zum Psychologen?

Es kann und darf jeder kommen, der an sich arbeiten möchte, sich und seine Lebenssituation verändern möchte, sich herausfordern will, einen Blick von außen braucht, Probleme und Blockaden bewältigen und hinter sich lassen möchte.

Wann brauche ich einen Psychologen?

Wenn ich eine psychische Erkrankung habe oder wenn der Verdacht besteht, dass sich eine Störung entwickeln könnte. Vor allem dann ist es sinnvoll, einen (oder eine) Klinischen und Gesundheitspsychologen aufzusuchen, eventuell noch mit passendem Schwerpunkt. Aufgabengebiete sind: Diagnostik, psychologische Beratung und Behandlung sowie darüber hinaus auch Forschung.

Was kann Psychologie für mich tun?

Psychologische Beratung und auch Behandlung bedeuten in erster Linie, ein Problem (Blockaden, Barrieren) zu verbalisieren und zu definierenn. Es wird gemeinsam mit dem Klienten versucht, einen Weg zu erarbeiten, um damit umgehen und leben zu können – im besten Fall sogar das Problem aufzulösen. Wichtig: Der Psychologe leitet den Klienten an, individuelle Lösungsansätze selbst zu erarbeiten. Die aktive und engagierte Mitarbeit am Behandlungsprozess ist unerlässlich für den Erfolg.

Wie weiß ich, ob der Psychologe zu mir passt?

Dies zu beantworten ist einfacher, als mancher denkt. Grundsympathie von Anfang an ist sehr wichtig, um das notwendige Vertrauensverhältnis aufzubauen und Probleme, Ängste und Schwierigkeiten zur Sprache bringen zu können. Da gilt es wirklich, auf sein Gefühl zu hören. Auch der Psychologe muss für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Klienten arbeiten kann.

Was passiert beim Erstgespräch?

Der unverbindliche Erstkontakt erfolgt per Telefon oder E-Mail. Dabei wird kurz das Thema geklärt und ein persönlicher Termin vereinbart. In der ersten Einheit werden üblicherweise die aktuelle Lebenssituation sowie organisatorische Punkte (Folgetermine, Honorar) und die Ziele und Wünsche besprochen. Manche Psychologen bieten ein kurzes erstes Kennenlernen (etwa 20 Minuten) an. Bei Erstgesprächen, die eine ganze Einheit (45 bis 60 Minuten) umfassen, kann es jedoch durchaus sein bzw. ist es auch üblich, ein Honorar zu verlangen. Dies handhabt jeder Psychologe anders und sollte auch nicht negativ bewertet werden. Jede andere Berufsgruppe wird schließlich auch für ihre Arbeit von Anfang an bezahlt.

Was kostet die Stunde beim Psychologen?

Üblich sind Preise von durchschnittlich 80 bis 120 Euro pro Einheit, oft sind aber auch Sozialtarife möglich (Nachfrage hilft!). Das Erstgespräch ist ein wichtiger Teil der Intervention, da der Klient sich zu öffnen beginnt und damit ein erster Schritt Richtung positiver Veränderung erfolgen kann.

Wie und wo finde ich einen Psychologen?

Übers Internet oder durch persönliche Empfehlung. Eine gute Plattform ist Psychnet.at , der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen. Mithilfe eines Stichworts kann man Spezialisten zu verschiedenen Themengebieten finden.

Thema: Psychologie

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