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Warum billige Mode ganz schön teuer für dich werden kann

Ein echtes Schnäppchen gemacht? Warum die Freude über billige Mode leider nur sehr kurz währt und sich diese im Gegenteil als sogar sehr teuer für uns KonsumentInnen herausstellt.

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Warum billige Mode ganz schön teuer für dich werden kann
© Photo by Artem Beliaikin @belart84 on Unsplash

Schon mein Großvater hat uns immer wieder vor zu billiger Mode mit dem folgenden Spruch gewarnt: "Ich habe zu wenig Geld für günstige Schuhe." Denn günstigere Modelle werden schneller kaputt und dann muss man schneller neue kaufen. Von einem wirklich guten, eben teureren Modell hingegen hat man länger etwas und spart damit sogar Geld.

Wer billig kauft, kauft teuer

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam nun auch die Umweltschutzorganisation "Greenpeace" mit einem Test. Darin wurden fünf T-Shirts von Billig-Textilketten auf ihre Qualität getestet und die Erkenntnis daraus lautet: Wer billig kauft, kauft teuer. Denn nach dem Test wiesen alle Proben gravierende Mängel auf: Fast alle Oberteile aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in ihrer Größe verändert.

Dabei ist es jedoch GERADE bei günstigen Marken umso wichtiger, die Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen, da darin meist einiges an Giftstoffen enthalten ist! Mehr dazu liest du hier: Warum du neu gekaufte Kleidung unbedingt waschen solltest

“Der Greenpeace-Test zeigt klar: Die Fast-Fashion-Industrie produziert Kleidung für den Müll. Die Billiganbieter locken mit günstigen Angeboten für wenige Euro, doch am Ende kommt das böse Erwachen. Schon nach einmal Waschen haben die getesteten T-Shirts deutlich an Qualität verloren”, sagt Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace. “Weil die Kleidung so billig ist, wird kurz darauf ein neues Shirt gekauft und das kaputte ersetzt. Für die Umwelt ist das katastrophal. Die Textilproduktion gehört zu den schmutzigsten Industrien der Welt: Der Einsatz von Glyphosat und anderen umweltgiftigen Chemikalien steht hier an der Tagesordnung.”

5 T-Shirts im Test

Für den Greenpeace-Test wurden fünf Shirts, jeweils eines von NKD, KIK sowie New Yorker und zwei von Primark vom deutschen Forschungsinstitut Hohenstein analysiert. Es wurden verschiedene Wasch- und Reibtests anhand entsprechender ISO-Standards durchgeführt. Vier von fünf Oberteilen aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in der Größe verändert: Zwei waren deutlich kürzer, zwei deutlich enger. Eines davon wurde nach dem Bügeln jedoch sogar breiter als beim Kauf.

Drei Shirts fielen beim Test auf Lichtechtheit durch, das bedeutet, die Farbe der Oberteile war deutlich ausgebleicht, nachdem sie Licht ausgesetzt waren. Der Stoff von drei Proben wurde zudem nach dem Waschen härter, und bei vier Shirts bildeten sich verstärkt Fusseln. Werden diese Kleidungsstücke mehrmals gewaschen, können hier auch Löcher entstehen.

“Das Problem bei billig produzierter Kleidung ist, dass hier für die Produktion meistens Fasern schlechter Qualität verwendet werden. Je kürzer etwa die Baumwollfasern sind, desto kürzer ist die Lebensdauer eines Kleidungsstücks”, sagt Kaller. Greenpeace rät beim Kauf von Kleidung immer auf die Qualität zu achten und vor allem auf Second-Hand-Waren zurückzugreifen. “Das Kleidungsstück, das nicht produziert wurde, ist immer das umweltfreundlichste”, sagt Kaller. Das heißt: Kleidung am besten so lange wie möglich tragen und dabei auch auf die Qualität achten. Damit schont man nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse.

Mehr zum Test erfährst du hier: greenpeace.at

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