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Warum immer mehr Frauen ein Unternehmen gründen

Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Kein Wunder, so können wir unsere eigenen Ideen umsetzen und quasi unser eigener "Herr" sein.


Warum immer mehr Frauen ein Unternehmen gründen
© istockphoto.com

Doch eine Gründung ist ein risikoreiches Unterfangen, vieles kann schiefgehen. Aber was bewegt eine Frau eigentlich dazu, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, was sind Vor-, was Nachteile und was sind die ersten Schritte, wenn man mit einem Unternehmen durchstarten möchte? Hier erfährst du es.

Das bewegt Frauen zu einer Neugründung

Wie für die Männerwelt auch, ist auch für uns Frauen der wichtigste Grund der Selbstständigkeit, dass wir unsere eigenen Ideen umsetzen können und niemanden Rechenschaft schuldig sind. Damit hängt natürlich auch das sich immer weiter wandelnde Rollenverständnis zusammen. Die Zeiten, in denen wir Hausfrauen waren, die maximal einen 400 Euro Job annehmen konnten, sind vorbei. Heute übernehmen wir Führungspositionen und sind auch in der Lage, unser eigenes Unternehmen zu führen. Gleichzeitig ist die Selbstständigkeit eine gute Möglichkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, da die Arbeitszeiten flexibel gestaltet werden können.

Doch eine Gründung bringt auch Nachteile mit sich. Jede Gründerin sollte sich bewusst sein, dass insbesondere in der Anfangszeit ihres Unternehmens eine hohe physische und psychische Belastung auf sie zukommt. Deshalb ist Durchhaltevermögen eine wichtige Voraussetzung für jede Gründerin. Hinzu kommt das finanzielle Risiko. Besonders in den ersten Jahren ist ein regelmäßiges Einkommen nicht garantiert. Geht ein Unternehmen Pleite, stehen viele Gründer vor finanziellen Problemen.

Die ersten Schritte deiner Gründung

Am Anfang jeder Gründung steht eine Geschäftsidee. Du erkennst eine Nische und möchtest diese mit deiner innovativen Idee füllen. Zuerst solltest du dir aber überlegen, ob du zur Gründerin geboren bist. Besitzt du Führungsqualitäten, bist du verhandlungssicher, kannst du mit Rückschlägen umgehen? Diese Fähigkeiten solltest du mitbringen oder dir aneignen. Mangelnde Kenntnisse in den Bereichen Betriebswirtschaft oder Buchhaltung kannst du durch Seminare oder durch eine entsprechende Softwarelösung, wie beispielsweise der von Lexware, ausgleichen. Vor der Gründung solltest du dich auf jeden Fall in Bezug auf Konkurrenzprodukte und Marktsituation informieren.

Das wichtigste Element für die Gründung ist dein Businessplan. In diesem hältst du deine Geschäftsidee fest, stellst dein Produkt/deine Dienstleistung vor und erklärst, wie du diese umsetzen möchtest. Gleichzeitig sollte die Gründerin hier ihre eigenen Qualifikationen hervorheben. Warum eignest gerade du dich dazu, die Marktnische zu füllen? Auch die weiteren Fragen solltest du darin beantworten:

  • Zu welchem Preis möchtest du dein Produkt anbieten?
  • Welche Vertriebspartner benötigst du?
  • Welche Kunden möchtest du ansprechen?
  • Was sind Konkurrenzprodukte und wie hebst du dich von ihnen ab?
  • Welche Werbemaßnahmen stellst du dir für dein Produkt vor?
  • Wie hoch ist der Kapitalbedarf und wie kannst du diesen stemmen?

Der Businessplan ist zum einen für die Gründerin selbst wichtig. Hier kann sie planen, wie ihr Unternehmen in Zukunft aussehen soll. Auf der anderen Seite ist der Businessplan aber auch entscheidend, um beispielsweise Kredite von Banken zu beantragen. Diese verlangen meist, dass du ihnen den Businessplan vorlegst, bevor sie einen Kredit bewilligen.

Hol dir so viel Hilfe, wie du kriegen kannst

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Deswegen wird dir besonders in der Gründungszeit immer wieder mal etwas schief gehen. Davon darfst du dich aber nicht aus der Bahn werfen lassen, du musst die Fehler annehmen und aus ihnen lernen. Zögere aber nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die KFW beispielsweise fördert Existenzgründer mit Krediten und sonstigen Finanzierungen. Speziell für Gründerinnen ist außerdem die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft wichtig. Diese bietet Unterstützung in Gründerfragen und Weiterbildungen an.

Fazit

Wenn du eine gute Geschäftsidee hast und dich selbstständig machen möchtest, solltest du dich nicht von deinem Traum abhalten lassen. Immerhin haben auch viele andere Frauen vor dir schon den Schritt in die Selbstständigkeit geschafft. Es gibt aber einige Dinge, auf die du dabei achten musst. Entscheidend für den Erfolg deines Unternehmens ist ein gut ausgearbeiteter Businessplan. Dieser kann darüber entscheiden, ob du die benötigten finanziellen Mittel für dein Unternehmen bekommst oder nicht.