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Der Grund, warum du in fremden Betten schlechter schläfst

Du übernachtest bei deinem Freund - und findest einfach keinen Schlaf. Liegt nicht an ihm. Sondern an einer besonderen Schutzfunktion deines Gehirns!

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Der Grund, warum du in fremden Betten schlechter schläfst
© iStockfoto

Ihr übernachtet erstmals bei deinen künftigen Schwiegereltern - und du wachst in der Nacht immer wieder auf. Dasselbe Spiel, wenn du bei einer Freundin schläfst, bei deinem neuen Partner – an einen guten, beruhigten Schlaf ist nicht zu denken. Und das liegt nicht am unbequemen Gästebett oder dem sanften Schnarchen deines Liebsten....

Warum du in einem fremden Bett nie wirklich gut schläfst

Neurologen der amerikanischen "Brown Universität" stellten durch Gehirn-Scans fest, dass das menschliche Hirn uns bei der Übernachtung in einem neuen Bett einen kleinen Streich spielt. Sobald dein Kopf sich auf dem fremden Kissen bettet, schaltet die linke Hemisphäre deines Hirns auf Overdrive – und verwandelt sich damit quasi in ein Mini-Überwachungssystem, das unterbewusst permanent in Alarmbereitschaft ist.

Die rechte Gehirnhälfte hingegen sendet beruhigende Signale. Sie will, dass du in den Schlafmodus fällst. Irgendwann gewinnt sie überhand und du schläfst ein. Allerdings bleibt die linke Hirnhälfte aktiver als sonst, wenn du in gewohnter Umgebung schläfst. Das geringste Geräusch, andere Beleuchtung – all das sorgt dafür, dass deine linke Gehirnhälfte den Ausstoss von Stress-Hormonen ankurbelt. Und damit einem friedlichen Schlaf entgegenwirkt.

Die These der Forscher: Es handelt sich dabei um ein Überbleibsel aus der Steinzeit. Die Nächte waren unsicher, die Menschen übernachteten ständig an unterschiedlichen Plätzen. Weshalb ihr Hirn in der Nacht automatisch im Alarmzustand sein musste, wollte man nicht von einem Säbelzahntiger weggefuttert werden...