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Warum sich das Internet für die Innenseite deiner Hose interessiert

#PantyChallenge - die nächste fragwürdige Herausforderung, die durch die Netzgemeinde getrieben wird: Auf Instagram und Co zeigen nun also Frauen die Innenseite ihrer Unterhosen. Um eine medizinische Abnormität zu feiern?

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#PantyChallenge
© iStockphoto.com

Seltsame bis gefährliche "Challenges" gab es schon genügend in sozialen Netzwerken - und irgendwie haben diese fast immer mit dem weiblichen Körper zu tun. Dieser bedarf ja scheinbar ständiger Optimierung - die bisweilen mit Sport oder Ernährung ja noch irgendwie erreicht werden kann (aber nicht muss!). Aber bei der #PantyChallenge wird etwas eingefordert, was man nicht beeinflussen kann!

Denn hierin soll die saubere Innenseite von Unterhosen mit Beweisbild präsentiert werden. Warum? Um zu beweisen, dass nur eine saubere Unterhose auch eine saubere Frau garantiert? Weil eventueller Ausfluss doch eklig wäre? Weil so Frauen noch mehr Probleme mit ihrem eigenen Körper, der ganz normal funktioniert, eingeredet werden können?

Vaginaler Ausfluss ist nach Eintreten der Pubertät nämlich das Normalste der Welt. Genauso arbeitet unsere Scheide, um eventuelle Keime, unerwünschte Bakterien oder Krankheitserreger wieder hinauszubefördern. Dabei können Menge, Farbe, Konsistenz und Geruch vom Zyklus, von Stress, von Medikamenten und vielem mehr beeinflusst werden.

Es ist also sogar gesund und gut, Ausfluss in der eigenen Unterhose vorzufinden. Komplett saubere Höschen sind wohl eher ungetragen und nicht das Ergebnis von einem Tag harter Reinigungsarbeit unserer funktionierenden Vagina.