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Warum du Koriander hasst - oder eben liebst

Koriander teilt die Menschheit: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Und für die inbrünstige Abscheu gibt es sogar einen wissenschaftlichen Grund.

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Koriander
© MmeEmil/ iStockphoto.com

Seife. Das ist meine einzige Assoziation mit Koriander. Und Seife möchte ich aus Prinzip nicht in meinem Essen haben. So, wie ich denken sehr viele. Und daher hören asiatische Lokale sehr oft den Zusatz zur Bestellung: "Aber bitte ohne Koriander!". Andere hingegen bekommen gar nicht genug von dem grünen Kraut und lieben ihn heiß. Aber warum gibt es hier so eklatante Unterschiede? Bei Basilikum beispielsweise wird bei weitem nicht so leidenschaftlich gehasst oder geliebt.

Schuld sind scheinbar die Gene: Denn dank einer Erbgut-Studie von Nicholas Eriksson gemeinsam mit der Firma 23andMean an 30.000 Freiwilligen, konnte man herausfinden, dass Koriander-Hassende meist ein bestimmtes Gen in sich tragen, das für einen Geruchsrezeptor OR6A2 codiert. Und mit diesem werden Aldehyde wahrgenommen in der Pflanze, die das Seifige weitaus stärker hervortreten lassen, als bei Menschen, die das Gen nicht in sich tragen.

Dennoch kann man sich an den Geschmack von Koriander auch "gewöhnen": Denn Menschen aus Südostasien und dem Mittleren Osten, wo sehr viel mit Koriander gekocht wird, lieben erstaunliche 97 beziehungsweise 93 Prozent der Bevölkerung das sonst so umstrittene Kraut.

Koriander

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