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Morgenmuffel? Der überraschende Grund dafür!

Du kommst morgens einfach nicht aus dem Bett, du könntest ewig weiterschlafen? Der überraschende Grund, warum es das Morgenmuffel-Syndrom gibt.

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Morgenmuffel? Der überraschende Grund dafür!
© iStockphoto

Du wachst nach ausreichend Stunden Schlaf trotzdem müde und erschöpft auf, kannst kaum aus den Federn krabbeln? Es ist nicht deine Schuld! Denn Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass es in unseren Genen verankert ist, ob wir Nachteulen und Morgenmuffel oder muntere Frühaufsteher sind.

Schlafforschung ist ein breites Gebiet der Wissenschaft. Warum man schlecht schläft, wie Träume entstehen, wie man den Schlaf verbessern kann - all das beschäftigt Forscher weltweit seit vielen Jahren. Nun ist ihnen ein Durchbruch gelungen. Denn Neurologen konnten nachweisen, warum manchen Menschen das Aufstehen in der Früh so viel schwerer fällt als anderen.

Warum du in der Früh nur schwer aufstehen kannst

Für die im Fachmagazin Pediatrics veröffentlichte Untersuchung befragten die Mediziner College-Studenten – und teilten diese in zwei Gruppen. Eine Gruppe bestand aus sogenannten "Nachteulen". Also Menschen, die abends so richtig aufleben erst sehr spät ins Bett gehen. Die andere Gruppe bestand aus Frühaufstehern.

Beide Gruppen schliefen während des Studienzeitraums exakt dieselbe Zeit: mal waren es acht Stunden, dann sechs, ein andermal schliefen die Testteilnehmer sogar zehn Stunden. Trotzdem gab es signifikante Unterschiede im kognitiven und sozialen Verhalten der Probanden-Gruppen.

Denn selbst wenn die Nachtschwärmer zusätzlichen Schlaf oder sogar mehr als die Frühaufsteher erhielten, waren sie in der Früh schrecklich müde, kamen kaum aus dem Bett – und waren auch unter Tag schläfriger.

Für die Mediziner steht damit fest: Unser "Chronotyp" - also unsere innere Uhr - hat über genetische Verkabelung unseren Körper so disponiert, dass wir zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten müde sind und Schlaf benötigen.

Bedeutet: Wer morgens nur schwer aus dem Bett kommt, tagsüber häufig müde ist oder eine Extra-Portion Kaffee braucht, ist nicht faul, sondern von seinem Körper nur so programmiert, dass er eben erst am Abend ein Energie-Hoch hat.

Die Forscher plädieren nun dafür, die Arbeitszeiten flexibler danach auszurichten. "Wer das Nachteulen-Gen in sich trägt, wird nicht ab 8.30 Uhr seine beste Leistung bringen. Diese Menschen sollten später ins Büro kommen, dafür aber auch länger bleiben."

Thema: Schlafen