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Warum Schlaf so wichtig ist

Schlaf macht schön und gesund. Aber wie viel Schlaf ist optimal? Was tun bei Schlafproblemen? Und was verbessert die Schlafqualität?


Warum Schlaf so wichtig ist
© Thinkstock/Creatas

Schlaf macht schön – So oder ähnlich kann auch heute noch die Überzeugung des Durchschnittsbürgers auf den Punkt gebracht werden. Und dieses Thema ist auf jeden Fall eindeutig geklärt: Forscher sind sich seit Jahren über die gesundheitsförderlichen Auswirkungen eines guten und ausreichenden Schlafs einig. Uneinigkeit besteht allerdings bei der Frage, wie viele Stunden eigentlich optimal sind. Woran ist eine gesunde Nachtruhe äußerlich erkennbar und welche Faktoren wirken sich tatsächlich auf die Qualität aus? Und was hilft, wenn Schlafstörungen einen erholten Start in den Tag verhindern?

Zellregeneration ist das Schlüsselwort

Die Haut des Menschen erneuert sich gemäß dem Volksmund im Schnitt alle sieben Jahre – So schön diese Zahl auch klingt, gibt es noch immer keine definitive Studie hierzu. Prinzipiell liegt jedoch die Vermutung nahe, dass durchschnittlich fünf bis zehn Jahre hierfür benötigt werden. Um diese Leistung erbringen und die alltäglichen unzähligen Mikro-Schäden selbst reparieren zu können, benötigt der menschliche Körper genügend Ruhe in einer entsprechenden Qualität. Die Regeneration findet zwar rund um die Uhr statt, jedoch in unterschiedlicher Intensität – Grundsätzlich bilden sich alle Arten von Zellen des Körpers im Schlaf schneller neu, als in einer jeden Wachphase, was auch den Rückgang des Müdigkeitsgefühls verursacht.

Schönes Aussehen durch Schlaf?

Eine interessante Frage ist natürlich auch: Welche Unterschiede ergeben sich aus unzureichendem Schlaf für das Aussehen? Der erste Bereich ist der physische: Die Hautdicke nimmt besonders auf Dauer erkennbar ab. Die Folge sind erhöhte und intensivere Faltenbildung und schlechtere Durchblutung der Haut, was wiederum häufig einen gräulichen Teint bewirkt. Auch das Hungergefühl kann sich durch Schlafentzug verstärken, sodass eine Gewichtszunahme begünstigt wird. Augenringe, gerötete oder dunkel unterlaufene Augen sind ebenfalls eine häufige, relativ schnell eintretende Konsequenz, die bei deutlichem Schlafmangel auftritt.

Auf diese drei Bereiche wirkt sich Schlaf aus

Doch auch über das rein Körperliche hinaus hat Schlaf einen starken Einfluss auf die Psyche und das Wohlbefinden: Wer morgens ausgeruht aufwacht, fühlt sich wohler und kann besser gelaunt in den Tag starten – Eine Tatsache, die allein schon an der Ausstrahlung erkennbar ist. Durch die bessere Konzentrationsfähigkeit, geht die Arbeit in der Regel leichter von der Hand und erhöht damit auch die eigene Effizienz. Daraus kann sich schnell ein weiterer Vorteil für den Körper entwickeln, denn nicht nur auf kurze Sicht ist gute Laune ein Garant für ein sympathisches Lächeln, sondern auch auf lange Sicht wirken sich die verringerte Stresshormon- sowie erhöhte Glückshormon-Ausschüttung auf das Hautbild und den Gesamteindruck aus.

Die optimale Schlafdauer ist bei jedem Menschen unterschiedlich und sollte sich nach dem Gefühl der Erholung richten. Die Forscher sind sich nach wie vor uneinig, doch etwa sechs bis acht Stunden täglich gelten für Erwachsene als Faustregel. Eine Anleitung für das Finden der richtigen Dauer für den Schönheitsschlaf kann übrigens auf dieser Seite nachgelesen werden.

Werden die verschiedenen Auswirkungen erholsamen Schlafs kreisförmig angeordnet, wird das Gegenteil eines Teufelskreises – also sozusagen eine Glücksspirale – erkennbar (siehe Abbildung). Der Teufelskreis kann hingegen durch einen dauerhaften Schlafmangel entstehen, hat jedoch noch weit größere Auswirkungen: Wer zu wenig schläft, kann sich kraftlos fühlen und leichter reizbar sein, insgesamt schlechtere Effizienz und Motivation besitzen, sowie eine auf Dauer pessimistischere Einstellung entwickeln. Neben einer wahrscheinlich stark wachsenden Unzufriedenheit und Anspannung können auch psychische und körperliche Krankheiten auftreten. Depressionen, Burn-Out, Herz-Kreislauf-Probleme, Essstörungen, verminderte Stress-Resistenz sowie Schlafprobleme können die Folge sein. Ja, richtig: Schlafmangel kann zu Schlafstörungen führen – Aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit für Probleme und Stress, wachsender Erschöpfung und Anspannung kann das Ein-, Durch- oder Ausschlafen behindert werden, was dem Teufelskreis noch mehr Schwung gibt.

Schlafstörungen auflösen

Da es sich sowohl in negativer als auch positiver Richtung sinnbildlich um die gleiche Spirale handelt, stehen für eine Verbesserung der Situation die gleichen Maßnahmen zur Verfügung:

1

Anpassen des eigenen Schlafrhythmus: Die schrittweise Annäherung an einen günstigeren Einschlafzeitpunkt kann eine Möglichkeit sein, wenn das Einschlafen schwerfällt oder die Menge des Schlafes regelmäßig unzureichend ist, wenn morgens der Wecker klingelt. Manche Menschen tun sich schwer mit dieser Methode, da der Unterschied zwischen Ist und Soll bereits zu groß ist, um ihn in sinnvoller Zeit auszugleichen. In diesem Fall kann ein gezielter kurzfristiger Schlafentzug helfen, um abends genügend Müdigkeit für eine frühe Schlafenszeit aufzubauen.

2

Entspannt ins Bett gehen: Es mag banal klingen, doch wer einschlafen möchte, muss die Ereignisse und Sorgen des endenden Tages loslassen. Regelmäßiger Sport, autogenes Training, eine heiße Dusche oder auch die, vielen Menschen aus ihrer Kindheit bekannte, warme Milch vor dem Schlafengehen, werden sogar von Experten empfohlen, um entspannt einschlafen zu können.

3

Verbessern der Schlafqualität und -umgebung: Wenn eher das Durchschlafen das Problem darstellt, kann dies an den Umgebungsbedingungen des Schlafzimmers liegen. Eine zu harte, weiche oder durchgelegene Matratze kann zu Rücken-, Nacken- oder Gelenkschmerzen führen, die ihrerseits wiederum Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel verursachen können. Wichtig bei der Wahl der Matratze ist, dass sie vorher unbedingt ausprobiert werden muss – Viele Hersteller bieten heutzutage deshalb sogar ein mehrmonatiges Rückgaberecht an, um das Probeliegen im Alltag zu ermöglichen.

4

Schlechter Lattenrost: „Schlechter Lattenrost: Häufig liegt die Ursache jedoch nicht in der Matratze, sondern dem verwendeten Lattenrost begründet. Da jeder Mensch andere Körpermaße, Wirbelsäulenformen und damit auch individuelle Bedürfnisse hat, stehen in Fachmärkten und Online Shops wie betten.de unterschiedliche Lattenroste zur Auswahl. Neben einem einstellbaren Neigungswinkel können Modelle über die üblichen Ausführungen hinaus beispielsweise auch verstellbare Schulter- und Beckenzonen aufweisen, mit denen diese Bereiche gezielt gestützt werden können.“

5

Die falsche Bettwäsche: Die falsche Bettwäsche kann unbemerkt für einen unruhigen Schlaf sorgen, weshalb beim Kauf auf die Wärmeentwicklung, -ableitung und Saugfähigkeit geachtet werden sollte. Während sich Materialien wie Baumwolle oder Biber bzw. Baumwollflanell für den Winter eignen, fällt die Wahl für die heiße Jahreszeit besser auf Seersucker, Renforcé, Satin oder Leinen. Allergiker sollten auf Seide zurückgreifen, da dieser Stoff hypoallergen und staubabweisend ist.

6

Beleuchtung im Schlafzimmer: Zuletzt sollte auch mit verschiedenen Helligkeitsstufen während des Schlafens experimentiert werden: Manche Menschen benötigen absolute Dunkelheit und lassen sich unbewusst schon durch einen zu hellen Digitalwecker stören, während andere Menschen genau gegenteilig ein Nachtlicht benötigen. Und das Offenlassen oder Schließen der Schlafzimmertür kann wegen der Raumdurchlüftung ebenso einen enormen Unterschied machen, wie das Schlafen mit gekipptem Fenster.

Bleiben die Probleme weiterhin bestehen, kann das Problem auch mentaler Natur sein. Dies kommt bei vielen Menschen sogar in mehreren Episoden des Lebens vor und ist nichts Seltenes. Ein Neurologe kann dabei am ehesten helfen, falls auch die Möglichkeiten des Hausarztes oder Apothekers erschöpft sein sollten.