Ressort
Du befindest dich hier:

"Warum ich eine schlechte Mutter bin!"

Diese Frau listete all die Gründe auf, warum sie bereits als "schlechte Mutter" bezeichnet wurde. Und erklärt, warum sie mittlerweile stolz auf diese Bezeichnung ist.

von

"Warum ich eine schlechte Mutter bin!"
© diaryofafitmommy.com

Man kann scheinbar nichts richtig machen als Frau: Vor allem als Mutter ist man immer im Visier von anderen, die einen ganz schnell als "schlechte Mutter" abstempeln. Denn jeder und jede hat eine andere Vorstellung davon, wie ein Kind zu erziehen, zu ernähren, zu halten oder auch zu unterhalten sei. Und so bekommt man von ungefragten "guten Tipps" bis zu wüsten Beschimpfungen vor allem auf Facebook, Instagram und Co so ziemlich alles zu hören.

So auch Sia Cooper, Mutter von zwei Kindern, Greyson (5) und Everly (3). Als sie mit ihrem ersten Kind schwanger wurde, beschloss sie zu bloggen und ihre Erfahrungen und ihr Leben mit den beiden mit der Welt zu teilen. Wozu sehr viele Menschen, sehr viel Meinung hatten. Und diese laufend kundtaten.

Daraufhin schrieb Sia einen offenen Brief, in dem sie erklärte, warum sie stolz darauf sei, als schlechte Mutter bezeichnet zu werden. Ihr Posting wurde mittlerweile über 28.000 Mal kommentiert und für seine Ehrlichkeit gefeiert:

Übersetzt: "Wenn ich jedes Mal 5 Cent erhalten würde dafür, dass ich eine "schlechte Mutter" genannt wurde, wäre ich soooo reich! Es scheint heutzutage fast unmöglich zu sein, eine Mutter wie aus dem Lehrbuch oder eine politisch korrekte, gute Mutter zu sein, denn überall, wo du dich umdrehst, beurteilt eine andere Mutter deine Entscheidungen als Elternteil. Habe ich recht?

Ich wurde eine schlechte Mutter genannt:
Weil ich trainiert habe während der Schwangerschaft.
Weil ich trainiert habe während ich Kinder habe.
Wegen meines Aussehens und meines Gesundheit.
Wegen der Verwendung von Konserven und Plastikverpackung.
Wegen meinen Tätowierungen und Piercings.
Weil ich ab und zu Wein getrunken habe.
Weil meine Kinder Technologie nutzen.
Weil meine Kinder gelegentlich Zucker und Happy Meals essen dürfen.
Weil ich mich nicht "züchtig bedecke" vor meinen Kindern.
Weil ich meinen Vollzeitjob von zuhause aus ausübe.
Weil meine Kinder bei mir schlafen.
Weil ich Autos und Motorräder sammle - also ein Hobby habe.
Weil ich mir Zeit für mich selbst nehme.
Wegen meinen Bauchmuskeln.

Ich habe gelernt, dass die wahren "schlechten Mütter" da draußen diejenigen sind, die ständig andere Mütter runtermachen, indem sie sie verurteilen. Diese Mütter sind diejenigen, die in Wirklichkeit unsicher sind und ein starkes Gefühl der Unzulänglichkeit haben, denn warum sollten sie das sonst tun? Elend liebt Gesellschaft.
Es gibt keinen richtigen Weg, Eltern oder Mutter zu sein. Wir laufen alle im selben Rennen und geben unser Bestes. Mutterschaft ist keine Einheitsgröße - was für eine Familie funktioniert, funktioniert möglicherweise nicht für die nächste. Also, wer sind wir, die Entscheidungen oder Überlegungen einer anderen Mutter zu verurteilen?
Eine Mutter zu sein ist schon schwer genug und wenn mich all diese Dinge zu einer "schlechten Mutter" machen, dann bin ich das mit Stolz! Auf alle bösen Mütter da draußen."

Themen: Eltern, Kinder

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .