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Warum die Sexualisierung von Krankenpflegerinnen ein Problem ist

"Hört auf, Krankenpflegerinnen zu sexualisieren!" – fordert eine Krankenpflegerin aus Deutschland und erzählt von sexueller Belästigung in ihrem Berufsalltag.

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Krankenpfelgerin
© iStock

Ob zu Halloween oder im Fasching: Das Bild der "sexy Krankenschwester" drängt sich online und auf Werbeplakaten förmlich auf. Dass die Sexualisierung dieses Berufsbildes Auswirkungen auf den Alltag von Krankenpflegerinnen hat, vermuten nur die wenigsten. Eine Krankenpflegerin aus Deutschland macht ihrem Ärger auf Twitter Luft und erzählt von sexueller Belästigung in ihrem Alltag im Krankenhaus und erklärt, welche Auswirkung diese Stilisierung auf den Beruf hat.

Aussagen wie "Sie können mich ja auch mal daheim pflegen", seien noch harmlos, meint die Pflegerin. Schon in der Ausbildung sei sie belästigt worden. "Belästigungen sind aber weitaus häufiger sehr viel offensiver. Kommentare die den Beruf herabsetzen und sexualisieren, bis hin zu körperlichen Übergriffen sind keine Seltenheit", schreibt sie.

"Hab dich nicht so"

Das noch viel größere Problem an der ganzen Sache: "Das gesellschaftliche Bild oder die allgemeine Erwartung an Pflegekräfte ist, dies zu tolerieren." Sätze wie "Hab dich nicht so" seien eine von wenigen Aussagen, die ihr als Reaktion auf das Ansprechen der Belästigung entgegnet werden.

"Ich will keine verzerrte Darstellung von Krankenpflegerinnen in Lackkostümen/Kleidchen, wenn ich 'Krankenschwester' bei Google eingebe", schreibt die Krankenpflegerin und schloss den Thread schließlich ab: "Krankenpflege ist nicht erotisch. Sie rettet Leben, sie ist eine Profession, sie ist die pure Verantwortung und ein Haufen voll Fachwissen. Sie ist nicht sexy und das soll sie auch nicht sein. Akzeptiert das endlich."

Thema: Sexismus

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