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Darum solltest du Shampoo ohne Silikone verwenden

"Ohne Silikone" steht auf immer mehr Haarpflegemittel. Warum gelten Silikone im Shampoo plötzlich als No-Go? Welche Schäden verursachen sie wirklich?


Darum solltest du Shampoo ohne Silikone verwenden
© iStockphoto

Das Haar wird leichter kämmbar, ist vor Hitze geschützt und erhält mehr Fülle und Glanz. Lange galten Silikone, also synthetische Inhaltsstoffe, als die absoluten Alleskönner in der Haarpflege.

Doch seit einiger Zeit werden die propagierten Wundermittel durchaus kritisch betrachtet. Immer mehr Hersteller werben nun auf Shampoos und Conditioner mit dem Hinweis "Ohne Silikone". Warum ist das so?

So schaden Silikone dem Haar

Tatsächlich sind Silikone keine Inhaltsstoffe mit wirklich pflegender Wirkung. Sie schaffen nur die kurzfristige Illusion, dass deine Haarqualität verbessert wurde. Tatsächlich ummanteln sie dein Haar lediglich. Dadurch ist deine Mähne zwar für den Moment schön weich und glänzend - erleidet aber langfristig eher Schaden. Denn die Silikon-Hülle um deine Haarfaser verhindert, dass Feuchtigkeit aufgenommen werden kann. Im schlimmsten Fall drohen sogar die Haar-Follikel zu verstopfen. Dein Haar wird strohig, trocken und splissig. Dazu kommt noch ein anderer, sonderbar anmutender Effekt: Du hast das Gefühl, dass dein Ansatz schneller nachfettet, du wäscht das Haar in immer kürzeren Abständen.

Wie wirken Silikone in Cremen?

Silikone sind häufig auch in Make-up, Cremen und Dusch-Lotions enthalten. Auch hier legt sich ein leichter Film über die Haut, der nicht einzieht. Der Effekt ist derselbe wie beim Haar. Intensive Feuchtigkeit wird dem Körper nicht zugeführt, die Pflege bleibt oberflächlich. So allerdings kann die Haut nur schwer atmen, verstopfte Poren oder ausgetrocknete Haut sind die Folge. Allerdings: Silikone sorgen dafür, dass kleine Fältchen optisch ausgeglichen werden. Es bringt also nichts, sie völlig zu verteufeln, sie erfüllen schon auch einen Zweck.

Schaden Silikone der Umwelt?

Ja. Der chemische Inhaltsstoff belastet die Umwelt. Silikone lassen sich biologisch nur schwer abbauen und gelangen mit jeder Dusche in unser Ab- und Grundwasser. Und damit über Umwege wieder in den Organismus von Mensch und Tier. Ob dies langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann, ist noch nicht restlos geklärt. Mit einem Wort: Die bloße Verwendung von silikonhältigen Shampoos ist nicht schädlich – der Umwelt zuliebe sollten wir aber auf sie verzichten oder sie nur ab und an verwenden.

Wie erkenne ich Shampoos frei von Silikonen?

Entweder wirbt der Hersteller offensiv damit, dass sein Produkt keine Silikone enthält. Ist dies nicht der Fall, dann hilft ein schneller Blick auf das Produkt. Achte dabei auf Stoffe mit den Endungen cone, conol, oxane, glycol. Allerdings: Die Industrie erfindet immer neue Namen und Stoffe, insofern ist die Liste der Inhaltsstoffe, die auch ohne diese Endungen auskommen, aber für Silikone stehen, lang. Trotzdem: Die drei genannten Silikone sind die am meisten verbreiteten.

Thema: Haare