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Warum Stress Pickel macht

Unreine Haut hat viele Ursachen – eine davon ist zuviel Stress. Aufregung und Ärger schwächen den antibakteriellen Schutzschild der obersten Hautschicht. So entstehen Entzündungen, und Pickel blühen auf.

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Warum Stress Pickel macht
© Thinkstock

Ein Umzug in eine neue Wohnung, der Job, die Kinder – es gibt viele Gründe, warum man unter Stress gerät. Darauf reagiert die Haut oft mit Rötungen und Entzündungen, auch Pickel blühen auf. Die Haut gilt nicht umsonst als Spiegel der Seele.

Stresshormone verursachen Pickel.
Warum das so ist, hat ein amerikanisches Forscherteam herausgefunden, indem es Mäuse einige Tage unter künstlichen Stress setzte. Danach hatten die Nager deutlich weniger entzündungshemmende Eiweißstoffe auf der Haut. Grund dafür: Stresshormone hemmen den Transport der Schutzstoffe in die Haut, so die Forscher. Die Mäuse waren auch deutlich anfälliger für bakterielle Hautinfektionen. Behandelte man sie mit Substanzen, die gegen die Stresshormone wirkten, blieben die Hautreaktionen aus.

Stress blockiert antibakterielle Schutzstoffe.
Stresshormone spielen eine wichtige Rolle bei Hautproblemen, so die Studienleiterin Karin Aberg von der Universität Kalifornien in San Francisco. Das würde auch erklären, warum sich Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne bei Stress verschlimmern, vermutet Aberg.

Die Forschung könnte zukünftig solchen stressbedingten Hautreaktionen einen Riegel vorschieben: "Wir müssten die Wirkung der Stresshormone blockieren oder den Transport der antibakteriellen Schutzstoffe auf die Haut wieder in Gang bringen", so Aberg.

Wann sollten Sie mit Ihren Pickeln zum Arzt?
Dafür gibt es eine einfache Faustregel: Zählen Sie Ihre Pickel. Ab 20 pro Gesichtshälfte ist eine medizinische Behandlung angeraten. Akne ist kein Schönheitsfehler, sondern eine schwere Hauterkrankung. Deshalb gehört sie in die Hand des Hautarztes. Vor allem: Gehen Sie zum Arzt, bevor sich die ersten Narben einstellen.