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Arielles Beauty-Secret

Die kleine Meerjungfrau ist stets umgeben von ihnen. Kein Wunder, dass sie so hübsch ist! Schließlich sind Algen wahre Experten für Hautschönheit. Deshalb schwimmen sie jetzt auch immer mehr in unseren Pflegeprodukten mit.

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Arielles Beauty-Secret
© istockphoto.com

Oftmals werden sie liebevoll Meeresgemüse oder Seegräser genannt – dabei sind Algen weder das eine noch das andere. Genau genommen handelt es sich bei den grünlich aussehenden Gewächsen um Protisten (griechisch Protista ="Urwesen" oder "Erstlinge"). Sie sind weder Pflanzen noch Tiere. Die mikroskopischen Lebewesen können bis zu 70 Meter groß werden und leben seit Millionen von Jahren. Das ist auch gut so: Denn dank ihres photosynthetischen Organismus produzieren sie 50 Prozent unseres Sauerstoffs, wandeln Kohlenmonoxid in Sauerstoff um. Über 400.000 Algenarten soll es geben, die übrigens nicht nur im Meer zu finden sind. Überall, wo es Wasser gibt, wie zum Beispiel in Salzwasser, Süßwasser, auf den Bergen, im Erdboden, im arktischen Eis, in Wüsten und sogar im Fell von Faultieren, verstecken sich die nützlichen Mikroorganismen.

Was Algen für unsere Schönheit tun können

Generell unterteilen Forscher die Algen in vier große Familien: Grünalgen, Braunalgen, Rotalgen und Mikroalgen (Blaualgen). Sie alle sind voller Nährstoffe – die Benefits-Liste hat fast kein Ende: Die Spurenelemente Zink, Eisen, Selen sowie die Vitamine A, C und E, Niacin und Folsäure machen Algen zum Beauty-Wunder, das Haut, Haare und Nägel stärkt. Daher wird ihr Power-Extrakt in vielen Kosmetikprodukten eingebaut. Die Braunalge zum Beispiel bekämpft Entzündungen und reduziert den Abbau von Kollagen, das unser Gewebe straff und prall hält. Die Grünalge ist wiederum für ihre stark feuchtigkeitsspendende und hauterneuernde Wirkung bekannt. Problematische, sensible und stark irritierte Haut kommt hingegen mit Produkten, die Blaualgen-Extrakte enthalten, wieder zur Ruhe. Für die "innere Schönheit" sind zwei besondere Algenarten bekannt: Spirulina und Chlorella. Beide sind durch ihren hohen Anteil an Chlorophyll intensiv grün und werden gerne in Smoothies und Smoothie-Bowls gemischt. Das ist aber kein neuer Trend: Schon die Azteken nahmen Spirulina als Superfood zu sich. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es jedoch nicht ganz unumstritten: Spirulina soll Schwermetalle absorbieren. Es hat daher viele Fans, die es zum "Ausleiten" von Giften aus dem Körper verwenden. Fest steht jedenfalls: Algen können gerade in der Hautpflege Großes bewirken.

Grüne Goodies gegen Umwelteinflüsse

Nährstoffe wie Mineralien und Spurenelemente speichern, Giftstoffe und Schwermetalle filtern – das alles schaffen Algen. Auch im neuen "Hydro Effect Serum" von Lavera ist der Komplex einer Bio-Alge enthalten, um Gifte zu eliminieren. Die Bio-Alge durchfeuchtet die Haut und kämpft gegen die "Airpocalypse" an: Durch die starke Luftverschmutzung in den Städten landen nämlich feinste Partikel auf unserem Schutzschild – beschleunigte Hautalterung, ein grauer, fahler Teint und Irritationen sind die Folgen. Weitere Produkttipps: Die Nachtpflege mit schwarzem Algenextrakt lässt uns morgens praller aufwachen: "Aquasource Everplump Night" von Biotherm, € 55,95. Die getönte Pflege schenkt der Haut lang anhaltende Feuchtigkeit: "Cellular Swiss Ice Crystal Transforming Cream" von La Prairie um € 178,-. Die dreifache Algenmischung aus Chlorella, Spirulina und brauner Makroalge klärt unreine Haut: "Nutritious Micro Algae Pore Purifying Cleansing Jelly" von Estée Lauder, € 29,-.

Thema: Pflege