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Was du auf Facebook nicht über Paris glauben solltest

Wir alle sind betroffen. Und wollen unsere Betroffenheit auch zeigen. Aber viele Meldungen oder Fotos, die aktuell zu den Anschlägen in Paris auf Facebook, Twitter und Co gepostet werden, entsprechen nicht der Wahrheit!

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Paris nach den Anschlägen
© David Ramos/Getty Images

Wenn ein Freund oder eine Freundin etwas auf sozialen Netzwerken teilt, dann hinterfragen wir diese Nachrichten meist nicht, da wir unserem Bekanntenkreis ja Vertrauen schenken. Und so werden unbewusst falsche Informationen auf Facebook, Twitter und Co oft tausendfach gepostet, obwohl die eigentliche Quelle damit Unwahres verbreitet - manchmal wissentlich, manchmal nicht.

Unschuldige verdächtigt

Aktuell geschieht dies verstärkt mit Meldungen zu den verheerenden Terroranschlägen in Paris: So kursierten etwa Fotos von angeblichen Terroristen - obwohl die Polizei keinerlei Informationen nach außen gab und so eventuell komplett Unschuldige einer Hetzjagd ausgesetzt werden. Ebenso zu sehen waren vorgebliche Screenshots von Postings, in denen die Attentate vorher gesagt wurden, die jedoch im Nachhinein bearbeitet wurden. Auf Buzzfeed wurden dazu einige Beispiele gesammelt und richtig gestellt - wie beispielsweise diese hier:


Dieses Foto zeigt nicht Menschen, die ihre Anteilnahme zeigen, sondern es handelt sich um eine Demonstration gegen Flüchtlinge aus dem Jänner.


Nein, Paris ist nicht aufgrund der Anschläge menschenleer - auf obigem Bild sieht man ein Kunstprojekt aus dem Jahre 2008.


Das Empire State Building erleuchtete nicht in den Farben der französischen Flagge - dies geschah nach dem Attentat auf die Zeitschrift "Charlie Hebdo" vor mehreren Monaten.


Das Peace-Symbol, das mit dem Eiffelturm verschmolzen wurde, stammt nicht von Street Artist Banksy (oben zu sehen ist ein Fake-Account), sondern von Jean Jullien.

Und auch jenes Foto entstand nicht jetzt, sondern vor Wochen nach dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo".

Diese Beispiele sind natürlich im Vergleich relativ harmlos, aber sie zeigen deutlich, wie leicht man getäuscht werden kann. Das Fazit: Man kann definitiv nicht alles unhinterfragt glauben, was in sozialen Netzwerken geteilt wird! Vor allem auch in der aktuellen Flüchtlingskrise werden dutzende, oft hetzerische und angstverbreitende Falschmeldungen gestreut! Eine Website hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Fehlinformationen nach zu recherchieren und hier die faktenbasierenden Hintergründe zu veröffentlichen: mimikama.at

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