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Was passiert eigentlich in deinem Körper, wenn du masturbierst?

Bei einem Orgasmus feiert unser Körper eine Party mit all den Nervenzellen und Hormonen - und wir fühlen uns einfach nur GUT! Aber wusstest du, dass Masturbation sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch gut für unseren Körper ist?

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Was passiert eigentlich in deinem Körper, wenn du masturbierst?
© iStockphoto

Jede und jeder tut es. Mal öfter, mal weniger oft. Wie man eben mag. Und das ist gut so. Denn es tut uns nicht nur in dem besonderen Moment gut, sondern auch unserem gesamten Körper. Wir reden von der Selbstbefriedigung.

Früher kursierten ganz fürchterliche Ammenmärchen, was alles Schlimmes im eigenen Körper passiert, wenn man sich selbst berührt. Aber das Gegenteil ist der Fall: Masturbation hat sogar viele gesundheitliche Vorteile - sowohl psychisch als auch körperlich.
Und es ist garantiert der sicherste Sex: Du kannst mit dir alleine weder schwanger werden, noch eine Geschlechtskrankheit bekommen.

Aber was genau passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir uns ganz besonders liebhaben?

Was passiert im Körper einer Frau bei der Masturbation?

Deine Hormone kommen in Schwung

Durch die Erregung schüttet unser Körper die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus, welche dafür sorgen, dass Herzfrequenz und Blutdruck steigen sowie Vagina und Klitoris anschwellen. In der Vagina werden Sexualsekrete abgesondert, die die Gleitfähigkeit verstärken. Die Hormone sorgen außerdem für ein Anspannen der Muskeln - und damit ist Selbstbefriedigung quasi wie ein Mini-Workout!

Im Hirn wird das Glückszentrum aktiviert

Bei Stimulation der erogenen Zonen werden automatisch die Bereiche unseres Hirns aktiviert, die für Vergnügen und Glücksgefühle zuständig sind. Unter anderem der Nucleus accumbens, unser sogenanntes „Belohnungssystem“, welches auch bei der Entstehung von Sucht eine Rolle spielt. Denn Orgasmen spielen in einer Liga mit Koffein, Schokolade, Nikotin oder Kokain. Mit dem Vorteil: Von Ersterem können wir eigentlich nie genug kriegen, ganz ohne Nebenwirkungen.
Der Höhepunkt selbst zeigt sich durch intensive Kontraktionen der Gebärmutter sowie der Genitalregion.

Man beginnt sich gut zu fühlen

Zuvor hat das Adrenalin für Aufregung gesorgt, aber nun setzt unser endokrines System ein. Der Hypothalamus wird aktiviert und sorgt für einen weiteren Hormonschub, der die Wohlfühlhormone Dopamin und Oxytocin beinhaltet. Oxytocin ist das sogenannte Kuschel- oder auch Bindungshormon, welches auch beim Stillen freigesetzt wird. Es sorgt dafür, dass zu anderen Menschen tiefe Gefühle aufgebaut werden. Dopamin hingegen löst eine Art Rauschzustand aus, die Mischung der beiden lässt uns tiefe Freude sowie Vertrauen empfinden.

Ein Gefühl der Zufriedenheit setzt ein

Nach dem Orgasmus wird unser Hirn mit dem Hormon Prolaktin überschwemmt und damit fühlt man sich auf diese einmalige Weise befriedigt, beglückt, aber ebenso schläfrig. Und daher ist ein Orgasmus auch das beste Schlafmittel, wenn man sich mal wieder ewig im Bett mit zu vielen Gedanken wälzt. Beglückende Endorphine wirken zudem wie körpereigene Schmerzmittel, die Stress verschwinden lassen.

Du fühlst dich ein bisschen daneben?

Aber selbst das fühlt sich gut an. Du hast dich quasi selbst umgehauen! Verantwortlich dafür ist der Gyrus angularis, eine Gehirnregion, die ebenso stark beim Orgasmus stimuliert wird. Diese Region wird verbunden mit Zuständen veränderter Wahrnehmung - wie beispielsweise bei außerkörperlichen Erfahrungen.

Die gesundheitlichen Vorteile von Masturbation:

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Masturbation gesundheitliche Vorteile hat. Selbstbefriedigung kann:

  • sexuelle Spannungen lösen
  • Stress reduzieren
  • helfen, besser zu schlafen
  • das Selbstwertgefühl und Körperbild verbessern
  • helfen, sexuelle Probleme zu behandeln
  • Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen lindern
  • den Muskeltonus im Becken- sowie Analbereich stärken

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Thema: Sex & Erotik