Ressort
Du befindest dich hier:

Was ich heuer ganz sicher vermeiden will!

Vorsätze sind meistens umsonst. Meint Mamabloggerin Verena. Sie geht die Sache anders an: Was sie in diesem Jahr einfach lieber vermeiden will.

von

Was ich heuer ganz sicher vermeiden will!
© Verena Enzenhofer/Copyright 2017

Das neue Jahr ist jetzt schon fast einen Monat alt. Trotzdem möchte ich noch auf die Neujahrsvorsätze eingehen oder besser: Was ich 2017 vermeiden will. Ich mag das Wort Neujahrsvorsätze nämlich nicht. Ergo dessen gibt es bei mir keine Vorsätze. Das ist wahrscheinlich eher ein Schutzschild oder ein Selbstschutz, denn egal welche Vorsätze ich mir in meinen vergangenen – sagen wir mal – 20 Jahren 𯉉 gesetzt habe, gehalten hab ich nichts.

Da kam es schon vor, dass ich – BÖSE BÖSE und JAAAHREEEE vor den Lieblingen – zu Mitternacht laut verkündet hab, mir keine Zigarette mehr anzuzünden. Um 4 Uhr in der Früh war der Vorsatz freilich vergessen. Zum Glück bin ich (auch wegen der Angst vor Falten) wenigstens diesbezüglich konsequenter geworden. Bei den Themen „NO SWEETS“ oder „MEHR SPORT“ lässt mein Durchhaltevermögen noch auf sich warten. Und warten.

Doch back to the Story, ich probiere es einfach ohne Vorsätze und versuche stattdessen einige wichtige Dinge im heurigen Jahr zu verbessern.

1

TERMINPLANUNG MIT KIDS. Wenn ich mal frei habe, ist mein Kalender voll. Ich möchte die eine liebe Freundin treffen, dann hab ich mit der sympathischen Mama vom Kindergarten endlich ein Playdate vereinbart, mit der nächsten wollten wir Eislaufen gehen und und und. Es kam schon vor, dass ich drei Dinge an einem Tag ausmachte und dann von A nach B und weiter nach C düste. Selbstverständlich mit drei Lieblingen im Schlepptau. Doch das war viel zu viel. Die Kinder waren grantig und ich überfordert. Niemand hatte etwas davon.
NEU in diesem Jahr: Es gibt nur mehr ein Date beziehungsweise eine Aktivität pro Tag. Seit die größte Prinzessin in der Schule ist, fällt es noch mehr auf.

2

TIMING AM MORGEN. Ich bin immer fauler geworden – es gab Zeiten, da hab ich jeden Abend das Gewand für die Lieblinge hergerichtet und sie zogen sich dann in der Früh ohne Streit und Diskussion an. Mehr oder weniger halt – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, eh schon wissen. Derzeit geht es aber drunter und drüber, wir sind noch im Ferienmodus und wir haben tagtäglich früh morgens die Diskussion, wer was anziehen soll, warum das Sommerkleid nicht mehr geht etc. pp. Schuld bin ich – und das wirklich. Ich nehme mir streng vor, diese Debatten ab dem morgigen Tag wieder auf den Abend zu verschieben. Da haben wir etwas mehr Zeit und da passen sie eher hin.

3

ZU SPÄT. Diese Krankheit hab ich wahrscheinlich von meinen Eltern geerbt. Sorry, Mama! Sorry, Papa! Doch egal wann, egal wie, die Zwei sind zu spät. Es läuft jetzt schon so ab, dass meiner lieben Mama und meinem geliebten Papa ein separater Zeitpunkt kommuniziert wird. Nämlich zum Beispiel 15.30 Uhr anstatt 16 Uhr – somit schaffen sie es und sind pünktlich um 16 Uhr da. Tja, und ich bin so ähnlich, zwar nicht diese obligatorische halbe Stunde, aber zumindest zehn Minuten. Und egal, ob ich eigentlich schon am Ort des Geschehens bin, ich schaffe es dennoch, zu spät zu kommen. Für den Rest des Jahres nehme ich mir vor, pünktlicher zu sein. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht – ansonsten müsst ihr die zehn Minuten einfach dazurechnen.

4

AUF DEN LETZTEN DRÜCKER. Im Job und auch privat, ich mache vieles auf den letzten Drücker. Besorge beispielsweise am gleichen Tag das Geschenk für die Geburtstagsparty, obwohl meine Mäuse schon zwei Wochen davor die Einladung bekommen haben. Auch stelle ich die Präsentation, mit der ich ein größeres Publikum beeindrucken möchte, kurz davor fertig. Alles ganz am Schluss, ohne Puffer. Bis jetzt ist alles immer gut gegangen – oft war aber auch Glück dabei. #thankgod

5

GEDULD IM JOB. Ich möchte ja nicht nur mit den Lieblingen viel erleben und 100.000 Sachen gleichzeitig machen. Auch im Job will ich immer mein Bestes geben. Was mir leider fehlt, ist ein bisschen mehr Geduld. Oft möchte ich von jetzt auf gleich alles umstellen, umkonzipieren, umschreiben, anstatt einmal länger darüber nachzudenken, oder gar darüber zu schlafen. Für mich schwer zu verstehen, aber genau dadurch werden viele Dinge noch besser. Nachhaltiger. Und es lohnt sich. Note an mich selbst: manchmal drüber schlafen! Nicht immer, aber manchmal reicht!

6

ACHTSAMKEIT UND ENTSCHLEUNIGUNG. Slow down! Ich will einfach achtsamer sein, mehr entschleunigen und wie schon gesagt, nicht 100.000 Dinge zugleich tun. Weniger ist mehr. Ich will wissen, welche Farbe die Decke im Supermarkt hat, welches T-Shirt meine Kollegin gerade trägt und ich will auch merken, wenn die Kindergärtnerin eine neue Haarfarbe hat (auch wenn es nur eine Nuance ist) – teilweise laufe ich komplett gehetzt und mit Scheuklappen durch die Welt. Ich glaube, wenn mir das gelingt, passieren die anderen Punkte höchstwahrscheinlich automatisch.

Über die Autorin: Verena ist Mutter dreier aufgeweckter Mädchen – und bloggt unter MamaWahnsinnHochDrei über die Herausforderungen des Familienalltags.

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .