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Wasser – Entgiftungsmittel Nr. 1

Es ist das Transportmittel für unsere körperliche Müllabfuhr. Dr. Winkler spricht über unser tägliches Lebenselexier und das beste Detox-Tool: Wasser!

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Wasser ist das Detox-Mittel Nr. 1, Wasser entgiftet

Rechnung: 1 Liter Wasser auf 20 kg Körpergewicht!

© Thinkstock. Pic by Eduard Titov.

Im Rahmen einer 7-wöchigen Darmsanierung muss WOMAN-Redakteurin Nadja ("Viel zu wenig Trinkerin") lernen, dass nur ausreichend Flüssigkeit zu einem erfolgreichen Entgiftungsprozess führen kann. Unsere Expertin Dr. Winkler erklärt was, wann und wie viel wir täglich trinken sollten.

Was macht Wasser in unserem Körper?

Die Bindegewebssubstanz oder Grundsubstanz ist ein Stiefkind in unserer medizinischen Betrachtungsweise. Das Blutgefäßsystem ist ein geschlossenes, und wir müssen uns vorstellen, dass es zwischen den Organzellen und den Blutgefäßen und den Nervenenden keinen direkten Kontakt gibt. Es besteht ein flüssigkeitsgefüllter Zwischenraum, der für die Versorgung der Zellen und die Entsorgung von Stoffwechselendprodukten verantwortlich ist. Die Qualität dieser Bindegewebsflüssigkeit ist für die notwendigen biochemischen und immunologischen Vorgänge von größter Bedeutung.

»Trinken wir zusätzlich zu wenig „verkommt“ unser Bindegewebe irgendwann zu einer Mülldeponie.«

Unser Blut MUSS außerdem immer basisch sein! Hat das Blut nicht den optimalen ph-Wert sterben wir. Deshalb müssen überschüssige Säuren, welche nicht schnell genug ausgeschieden werden können, aus den Blutgefäßen ausgelagert werden. Dabei landen sie dann in dieser wichtigen Bindegewebsflüssigkeit.

"Saures" Essen (Fleisch, Milch, Back- und Teigwaren), Stress und zusätzliche Gärungsbelastungen im Darm übersäuern unseren Körper. Trinken wir zusätzlich zu wenig „verkommt“ unser Bindegewebe irgendwann zu einer Mülldeponie. Häufen sich die Säuren im Bindegewebe an, wird seine Funktion (Versorgung der Zellen, Entsorgung von Stoffwechselendprodukten und zahlreich immunologische Aufgaben) beeinträchtigt. Hier sehen wir dann letztlich die Ursachen für viele Beschwerden – z.B. Schmerzen am Bewegungsapparat.

Durst kann man lernen!

In Bildern ausgedrückt: Wenn wir nichts trinken, glaubt unser Körper, dass wir in der Wüste leben, - und quält uns nicht mit Durst. Er geht mit der wenigen Flüssigkeit sehr konzentriert um, versucht das Notwendigste damit zu erledigen. Trinken wir dann plötzlich viel, glaubt er an eine Überschwemmung und schickt uns ständig zur Toilette. Mit der Zeit versteht er dann, dass wir in Mitteleuropa leben, und das beste Wasser aus der Leitung kommt und er nur danach verlangen muss.

»Niemand würde auf die Idee kommen, die Fenster mit Kaffee zu putzen, oder sich die Hände mit Cola zu waschen.«

Was sollen wir trinken?

Am besten trinkt man natürliches Wasser und Kräutertees. Wir müssen quasi einen leeren Müllwagen in unseren Körper hineinschicken, damit er auch viel „Müll“ mit herausnehmen kann. Ein anderes Beispiel: Niemand würde auf die Idee kommen, die Fenster mit Kaffee zu putzen, oder sich die Hände mit Cola zu waschen.
Natürlich kann man im Alltag (außerhalb einer Entgiftungskur) auch anderes trinken: Fruchtsäfte, Kaffee, oder ein Glas Wein ab und zu, aber zur täglichen Trinkmenge kann man diese Flüssigkeit nicht rechnen.
Achtung: Keinen Früchtetee trinken! Alle Tees die im Aufguss rot sind, sind sauer!

Wann sollen wir trinken?

Vor allem morgens und vormittags und vor dem Essen - und nicht zum Essen!

Die richtige Trinktemperatur

Der Magenausgang hat einen Schließmuskel. Dieser Schließmuskel öffnet sich erst, wenn der Mageninhalt Körpertemperatur erreicht hat. Trinken wir also etwas Kaltes, so bleibt das so lange im Magen, bis wir es mit eigener Kraft auf ca. 37 ° erwärmt haben.
Tipp: Die Vorstellung, ob man sich das Getränk auch mit gutem Gefühl über den Kopf leeren möchte, hilft oft bei der Wahl zur richtigen Temperatur.

Dr. Elisabeth Winkler Gesunder Bauch und Darmsanierung

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