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Wastecooking: Protest gegen Verschwendung

Angesichts der Verschwendung von Lebensmitteln seitens Supermarktketten oder Discountern hat sich "wastecooking" dem kreativen Protest verschrieben.

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Wastecooking: Protest gegen Verschwendung
© Christopher Eberle

Spätestens seit dem österreichischen Dokumentarfilm "We Feed The World" wissen wir, in welchen Mengen Lebensmittel von Supermarktketten entsorgt werden. Und das unabhängig davon, ob diese noch zum Verzehr geeignet sind, oder nicht. Die Initiative "wastecooking" macht mit kreativem Protest auf diese Verschwendung aufmerksam.

Von Waste Diving bis Dumpster Diving

Was für manche Menschen lebensnotwendig geworden ist, nutzen andere, um gegen Verschwendung anzukämpfen: Waste Diving - oder Dumpster Diving - beschreibt das Wühlen nach Lebensmitteln in Abfallcontainern. Was im ersten Moment recht ungustiös klingt, macht dann doch Sinn: Denn in den Containern von Supermärkten findet sich so Einiges, das sich ohne Bedenken weiterverarbeiten lässt.

Gesellschaftskritische Kochshow

Wastecooking-Gründer David Gross hatte die zündende Idee, die derzeit durch die Medien geht: Eine Kochshow, in der nur Zutaten verwendet werden, die in den nächtlichen wastecooking-Streifzügen erbeutet werden. Der Schauplatz der Aktion ist Salzburg: Hier landen pro Jahr knapp 10.000 Tonnen Lebensmittel im Müll, verrät man uns auf der Webseite von wastecooking.

Wastecooking online

Auf der wastecooking-Webseite findet man die bisher erschienenen Episoden der Kochshow. Wir finden: Ein durchdachtes Konzept, das man sich durchaus einmal näher ansehen darf.