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Wechseljahre: Was die Menopause mit deinem Teint macht

Juckende, trockene Haut und Pickel, die wir so nur aus Teenager-Tagen kannten. Das sind nur ein paar der Dinge, die die Wechseljahre mit uns machen...

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Wechseljahre: Was die Menopause mit deinem Teint macht
© Edward Cisneros on Unsplash

"Der Wechsel" wie er fast kryptisch genannt wird, wird in der Öffentlichkeit noch immer nicht wirklich besprochen. Mit älteren Verwandten spricht man darüber – wenn überhaupt. Über Hitzewallungen und vaginale Trockenheit. Was nur die Wenigsten wissen, bevor sie in die Wechseljahre kommen? Auch die Haut kann verrückt spielen. Und wir reden da jetzt nicht von Fältchen und Linien. Ausschläge, Akne, Rosazea und allgemein empfindliche Haut, sind Dinge, mit denen man sich in der Menopause plötzlich beschäftigen muss.

Wir haben uns deshalb gefragt, warum mit dem Aufhören der Monatsblutung unsere Haut gleichzeitig am Rad dreht und sich in Falten wirft ... und vor allem was man dagegen tun kann. Immerhin soll man sich auch im Wechsel halbwegs wohl in seiner Haut fühlen ... und das Gefühl von ein bisserl Kontrolle haben!

Was passiert in den Wechseljahren mit unserer Haut?

In den Wechseljahren verändern sich die Hormone. Die Kollagen-Level sinken, die Haut ist weniger elastisch, die Haut wird dünner und trockener, die Poren wirken größer. Die Östrogen-Level sinken, was wiederum heißt, dass die Haut weniger Talg produziert. Gleichzeitig verändern sich unsere Testosteron-Level nicht. Die Haare werden dünner, im Gesicht wachsen wiederum mehr Haare und Akne kann auftreten. Na Bumm. Und genau so wird die Haut gleichzeitig hypersensibel, trocken und entzündlich.

Während der Perimenopause (sprich der Zeit des Klimakteriums, die ein bis zwei Jahre vor und nach der eigentlichen Menopause liegt) und der Menopause selbst, kann man aber durchaus gegen die eher düsteren Haut-Aussichten ankämpfen und den Körper bestmöglich unterstützen. Keine Sorge!

Akne in den Wechseljahren

Retinoide und antibiotische Salben können helfen, Akne bei reifer Haut in den Griff zu bekommen. Es ist gerade jetzt wichtig, die richtige Pflegeroutine zu finden. Ein sanfter Reiniger, der die Haut nicht austrocknet, Retinol und AHA und eine gute Feuchtigkeitscreme sind essenziell.
HIER geht's zu unserem Bericht zu Erwachsenenakne und
HIER findest du deine perfekte Pflegeroutine!

Periorale Dermatitis oder Rosazea

Deine Haut wirkt trotz der richtigen Pflege nur noch irritierter? Dann bitte ab zur Expertin oder zum Experten. Ausschläge, Ekzeme, periorale Dermatitis und Rosazea sind während der Menopause nicht ungewöhnlich. Bei Ausschlägen und Ekzemen kann es hilfreich sein, immer eine 1-prozentige-Hydrocortisonsalbe bei der Hand zu haben. Deine Ärztin oder dein Arzt hat für dich aber sicher die perfekte Pflege parat. Bei entzündeter Haut sollte man auf Experimente verzichten.

Verändere dein Beauty-Regimen

Es gibt drei Kern-Prinzipien für die Menopausen-Haut. Sanft muss die Pflege sein, Feuchtigkeit soll eingeschleust werden und gleichzeitig verhindert werden, dass der Haut Feuchtigkeit entzogen wird. Frauen mit trockener Haut könnten versuchen, auf eine sanfte Reinigungsmilch umzusteigen und auch Mizellenwasser ist besonders sanft zur Haut. Nach der Reinigung helfen Retinol, feuchtigkeitsspendene Seren und Salicylsäure bei Pickeln und Hautunreinheiten. Die Nacht-Routine wird durch eine feuchtigkeitsspendene Nachtcreme perfekt. Achte auf Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Glycerin und Ceramide. Untertags sind Vitamin C und Vitamin E, Ferulasäure und ein ordentlicher Sonnenschutz gefragt.

Dein Körper ist dein Tempel

Und auch der Rest deines Körpers braucht in der Zeit der Veränderungen besondere Pflege und Liebe. Entscheide dich für Duschgele, die frei von Parfum sind und besonders pflegend. Außerdem solltest du nicht zu lange unter der Dusche stehen, um die Haut nicht auszutrocken. Fünf bis acht Minuten sind das Maximum. Das Duschwasser sollte dabei nicht zu heiß sein. Überhaupt solltest du deine noch feuchte Haut eincremen – am besten mit einem Mix aus Bodylotion und etwas Körperöl. Dasselbe gilt für deine Kopfhaut: Achte darauf, keine zu starken Chemikalien, Duftstoffe oder Alkohol an deine Haut zu lassen.

Kleidung aus Baumwolle und sanfte Waschmittel tun ihr Übriges, damit sich dein Körper und deine Haut in der Menopause etwas wohler fühlen können. Ganz zu schweigen von gesunder Ernährung, Sport und weniger Koffein und Alkohol. Die Wechseljahre haben ihre Tücken, ja. Aber es gibt auch unzählige Lösungen für die kleinen Problemchen, die dabei auf uns zukommen. Kümmere dich gut um dich - die Menopause ist nicht das Ende, sondern gerade mal der Anfang von etwas Neuem!