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Weibliche Führungskräfte: Ab in die Chef-Etage

Nach wie vor ist es für Frauen selbst wenn sie über gleiche Qualifikationen verfügen, ungleich schwieriger, auf der Karriereleiter empor zu klettern und eine Führungsposition zu erreichen.


Weibliche Führungskräfte: Ab in die Chef-Etage
© Thinkstock/iStock/Szepy

Zwei amerikanische Wirtschaftsinstitute hatten zu diesem Thema zu Beginn des neuen Jahrtausends eine Studie durchgeführt und waren zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte in den Unternehmen im besten Fall langsam wachsen würde. In Österreich hat sich die Lage in den vergangenen Jahren sogar verschlechtert, wie die Ergebnisse des österreichischen Führungskräfte-Monitors aus dem Jahr 2013 zeigten. Hier ist der Frauenanteil in Führungspositionen seit 2010 sogar auf fünf Prozent zurückgegangen.

Die Lage hat sich verschlechtert

Karriere zu machen ist in Österreich aber nicht nur für Frauen schwieriger geworden, so das Ergebnis der Studie, die im Auftrag der Arbeitskammer Oberösterreich durchgeführt wurde. So ist die Zahl der Führungskräfte insgesamt in Österreich in nur drei Jahren um mehr als 80.000 auf 413.000 gesunken. Besonders stark betroffen von diesem Trend sind Frauen. Seit 2010, als noch neun Prozent der leitenden Positionen von Frauen besetzt waren, hat sich dieser Anteil beinahe halbiert. Als Grund für den generellen Trend benennt das SORA-Institut, das die Studie im Auftrag der Arbeiterkammer durchgeführt hat, die Folgen der Wirtschaftskrise: Die Einsparungen in der Personalplanung schlagen sich nun auch auf der Führungsebene nieder und betreffen verstärkt Frauen.

Die größte Karrierebremse trifft Frauen

Frauen rücken nicht nur seltener in die Führungsebene eines Unternehmens auf, sondern verdienen dann oft auch weniger. Der Gehaltsunterschied zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften beträgt in Deutschland etwa 29 Prozent, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Der Hauptgrund für die schlechteren Karrierechancen sind in Deutschland und Österreich ähnlich gelagert: Die größte Karrierebremse ist und bleibt die Lücke im Lebenslauf, die sich durch Kinderbetreuungszeiten ergibt. Nach wie vor lassen sich Beruf und Familie nur schwer in Einklang bringen, weshalb sich Frauen, die Karriere machen wollen, oft zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen. Das bestätigt auch die Untersuchung in Österreich: Bei Frauen, die älter als 45 Jahren sind, liegt der Führungskräfteanteil kinderloser Frauen bei 17 Prozent, bei Frauen, die eine „Kinderpause“ gemacht haben, bei lediglich sieben Prozent.

Wenn die Kollegen die Karriere bremsen

Vor allem ehrgeizigen Frauen wird aus der nach wie vor männlich dominierten Managementebene oft Misstrauen entgegen gebracht. Dieses Misstrauen kann sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bis hin zum Mobbing steigern. Zunächst sollte sich die Betroffene jedoch an Kollegen oder Vorgesetzte wenden, die auf die Täter einwirken können, um das Mobbing zu beenden. Sich dieser Situation zu stellen, hilft den Betroffenen, einen Weg aus der Mobbing-Falle zu finden. Dies kann entweder durch Veränderung innerhalb der Firma geschehen oder wenn sich hier keine Lösung finden lässt, durch einen Wechsel des Arbeitgebers.

Neue Chancen in einem anderen Betrieb

Oftmals fällt der Karrieresprung leichter, wenn ambitionierte Frauen den Arbeitgeber wechseln und sich in einem neuen Unternehmen gezielt auf eine Führungsposition bewerben. Den passenden neuen Job finden sie beispielsweise auf dem Portal StepStone, das 1996 gegründet wurde und sich voll und ganz auf die Vermittlung von Fach- und Führungskräften spezialisiert hat. Interessierte Frauen finden hier passende Jobs, die auf dem Portal sowohl nach Branchen als auch nach Regionen aufgeteilt sind. Sie können also gezielt nach einem neuen Arbeitgeber in Österreich oder in ganz Europa suchen. Im Serviceteil der Online-Stellenbörse finden sich hilfreiche Tipps für ein gutes Bewerbungsschreiben und die optimale Gesprächsführung beim Vorstellungsgespräch.

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