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Weißes Haus: Fällt dir an diesem Foto etwas auf?

Auf diesem Foto sind alle Praktikanten aus dem Weißen Haus zu sehen. Und aus einem ganz bestimmten Grund hat dieses Foto für Diskussionen gesorgt.

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Weißes Haus: Fällt dir an diesem Foto etwas auf?
© Official White House Photo by Shealah Craighead

Das sind sie also, die 91 Praktikanten von Donald Trump. Sie sind jene Praktikanten-Gruppe, die im Frühling 2018 im Weißen Haus aushelfen werden. Nicht lang nachdem das Weiße Haus dieses Foto veröffentlicht hatte, wurden erste Stimmen laut. Und wenn man dieses Gruppenbild ein bisschen länger betrachtet, weiß man auch warum.

"Die nehmen ganz offensichtlich das "Weiß" im Weißen Haus ein bisschen zu ernst." , schreibt Schauspielerin Alyssa Milano auf Twitter. Und damit hat sie Recht. Denn auf den ersten Blick erkennt man nur zwei Personen, die eine andere Ethnizität haben. Den Rest bilden weiße Menschen. Besonders ironisch ist die Situation, weil Präsident Donald Trump in der Washington Post noch mit der "Vielfalt der Regierung" angab, die man ja anhand der neuen Praktikanten ganz klar erkennen könnte.

Auf Twitter bekam die Affäre gleich einen eigenen Hashtag: #WhiteHouseSoWhite. Unter diesem verbreiteten viele User ihre Meinung zur Zusammenstellung der Praktikanten-Gruppe und diese Meinung ist nicht gerade gut. "Die geben dem Weißen Haus endlich wieder das "Weiß" zurück" , schreibt Journalist Wasim Ahmad.

"Dass Präsident Trump posiert mit seinen Frühlings-Praktikanten. Echt ein ganz gutes Beispiel für Diversität... in einem Land, das zu 40% aus anderen Ethnizitäten besteht... Ich sags ja nur." , kommentierte Anna Caltech sarkastisch.

Die CNN hat dazu passend das Foto der Praktikanten-Gruppe ausgegraben, die während Präsident Obamas Legislatur im Weißen Haus beschäftigt war. Was soll man sagen, die zwei Gruppen sind wie Tag und Nacht:

Die Zusammenstellung der Trump-Praktikanten ist wohl kaum eine realistische Abbildung der amerikanischen Gesellschaft. Doch die Washington Post bringt einen interessanten Punkt ins Spiel: Was, wenn sich nicht viele junge Menschen verschiedener Ethnizitäten für ein Praktikum beworben haben? Schließlich sei der aktuelle US-Präsident laut dem Meinungsforschungsinstitut Gallup bei Millenials und Afroamerikanern am unbeliebtesten.

Im Endeffekt ist es ziemlich egal, wie es zu dieser Gruppe gekommen ist, zumal ihre Hautfarbe ja auch nichts über ihre Eignung für den Job aussagt. Denn wichtig ist nur, dass diese Gruppe an jungen Menschen einen Symbolwert für die amerikanische Gesellschaft hat. Es ist fast als direkte Botschaft der Regierung an das Volk zu betrachten. Und die Botschaft von Donald Trump ist scheinbar noch immer dieselbe.

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