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Urlaub in der ISS: Weltraumtourismus wird endlich Wirklichkeit

NASA rüstet die Internationale Raumstation für internationale BesucherInnen aus. Doch für den Trip ins All sollte man recht bald anfangen zu sparen...

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Wer träumte auch schon als Kind davon, AstronautIn zu werden?

© Photo by Adam Miller on Unsplash

Die NASA hat in letzter Zeit ziemlich heftig die Werbetrommel für sich geschlagen: Zuerst verkündeten sie, die erste Frau auf den Mond schicken zu wollen - schon 2024! Und jetzt wollen sie auch noch den Traum eines jeden Abenteuerurlaubers verwirklichen: Sie öffnen die Internationale Raumstation (ISS) für die Öffentlichkeit! Also vor allem für geschäftliche Missionen, aber auch für Privatpersonen, die bis zu 30 Tage im All bleiben dürfen. Sie verbringen ihre Zeit Seite an Seite mit internationalen AstronautInnen, die in der ISS arbeiten und forschen.

Dies alles hat aber einen Preis, der echt nicht ohne ist. Laut einem US-Nachrichtenmagazin schätzt man die private Mission ins All auf über 35.000 Dollar täglich (ca. 31.000 Euro). Das Geld geht zum Teil für Luft, Nahrung und die Crew, aber auch für die "allgemeine Lebenserhaltung" sowie für die Hygiene drauf. Ein Tripp kann also locker 50 Millionen Dollar kosten.

Doch auch wenn sich jedes Jahr hunderte Menschen finden würden, die ein solches Budget aufbringen, könnten sie doch nicht alle ins All fliegen. Denn es soll jährlich nur zwei Privatpersonen erlaubt werden, bis zu 30 Tage in der ISS zu verbringen. Zumindest muss man aber keine amerikanische Staatsbürgerschaft haben, doch fliegen darf man nur mit Raketen der NASA, also der US-Raumfahrtsbehörde.

Warum die NASA so eine Aktion anzettelt? Weil sie so hoffen, die kosten der Raumstation leichter tragen zu können. Vor allem soll das Geld in die Mond-Mission 2024 fließen, bei der auch die erste Astronautin mitfliegen wird. Auf dem Mond möchte man eine sich selbst erhaltende Station bauen, die dann irgendwann als Basis für eine bemannte Mars-Mission dienen soll.

Die 1. Privatperson im All? Mitnichten!

Ganz so neu ist die touristische Raumfahrt übrigens nicht. 2001 flog Dennis Tito als erste Privatperson ins All. Damals bezahlte er die russische Raumfahrtbehörde 20 Millionen Dollar und erfüllte sich so seinen Traum. Laut Space Station Experience , einem Anbieter für intergalaktische Abenteuer, sind erst knapp über 550 Menschen jemals ins All geflogen - darunter sechs Normalos.

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Thema: Reise