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Weltverhütungstag: Wir klären auf!

In Österreich gibt es noch etwa 30.000 Abtreibungen pro Jahr. Am 26. September ist Weltverhütungstag, der das Bewusstsein für Empfängnisverhütung schärfen soll!

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Weltverhütungstag: Wir klären auf!

Das Wissen über verschiedene Verhütungsmethoden ist gering.

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Laut des österreichischen Verhütungsreports 2012 ist das Wissen über verschiedenen Verhütungsmethoden gering. Außerdem verwenden viele mittelmäßig bis wenig wirksame Methoden, was zu einer hohen Anzahl ungewollter Schwangerschaften und folglich Schwangerschaftsabbrüchen führt. Deswegen wurde 2007 der Weltverhütungstag ins Leben gerufen. Das Ziel der Kampagne: Eine Welt, in der jede Schwangerschaft gewollt ist!

Verhütungsreport 2012

Österreichische Frauen und Männer berichten darüber, dass sie häufig Verhütungsmethoden verwenden, die einem Pearl Index <20 entsprechen. Der Pearl-Index berechnet die Wirksamkeit von Empfängnisverhütungsmethoden. Je niedriger er ist, desto sicherer ist die Methode. 2012 gaben 11 Prozent der befragten Österreicher an, dass sie lediglich "aufpassen" würden (Coitus interruptus), Tage zählen (9 Prozent) oder Selbstbeobachtung (8 Prozent) durchführen würden. 88 Prozent verwendeten mittelmäßige Methoden wie das Kondom.

Pearl-Index

30.000 Abtreibungen pro Jahr

"Da Schwangerschaftsabbrüche in Österreich nicht von der Krankenkassa bezahlt werden, gibt es keine Statistik. Schätzungen gehen von etwa 30.000 Abtreibungen pro Jahr aus, eine sehr hohe Anzahl im internationalen Vergleich", berichtet DDr. Christian Fiala (Direktor der Gynäkologischen Klinik in Wien) Dem gegenüber stehen 78.952 Lebendgebohrene im Jahr 2012. Diese Zahl ist verblüffend!!!

Weltverhütungstag

In diesem Jahr steht der Weltverhütungstag unter dem Motto: "Know Your Options" und es finden weltweit zahlreiche Aktionen statt. Dazu zählen Info-Veranstaltungen an Schulen, Colleges und Universitäten, Internet-Quiz-Aktionen und Aufklärungskampagnen in Lokalen und Diskos.
Die Initiative wird von elf internationalen NGOs, sowie wissenschaftlichen und medizinischen Organisationen unterstützt, die sich dem Schutz der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verschrieben haben. Ziel ist es die Aufklärungsquote über sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern. Ausschlaggebend ist hier die praxisnahe Sexualaufklärung und die Vermittlung eines positiven Körperbewusstseins durch Lehrpersonen.

Wenn ihr auch informieren wollt über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung schaut auf die Seite www.your-life.com. Außerdem findet ihr hier relevante Artikel zum Thema :

Verhütung: Die Pille

Verhütung: Kupferkette

Verhütung im Urlaub

Alternativen hormonelle Verhütung

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