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Wenn Angst vor Nähe zum Bezihungskiller wird und wie man damit am besten umgeht

Bindungsangst? Sie glauben, dieses Phänomen ist nur Männern vorbehalten – dann irren Sie sich! Denn die Angst vor Nähe macht sich gleichermaßen unter Frauen und Männern bemerkbar.


Wenn Angst vor Nähe zum Bezihungskiller wird und wie man damit am besten umgeht
© Corbis

Möglicherweise sind sie schon mal an so ein Exemplar geraten: Anfangs ist alles perfekt und man schwebt auf Wolke sieben. Aber sobald es anfängt ernster zu werden, zieht der andere sich ohne Vorwarnung zurück. Dann sind sie höchstwahrscheinlich an einem Menschen mit Bindungsangst geraten!

Unter Bindungsangst versteht man eine latente Angst, auf langfristige Zeit eine enge Bindung zu seinem Partner einzugehen. Was wiederum zu Schwierigkeiten führt, wie eine stabile Beziehung zu seinem Partner aufzubauen.

Die Ursachen für Bindungsangst sind sehr vielfältig. Doch meist wurde der Grundstein für die Unfähigkeit, eine tiefe Bindung einzugehen, bereits in der Kindheit gelegt. Die Auslöser sind oft der Verlust einer Bezugsperson. Auch der unerfüllte Wunsch nach Nähe und Geborgenheit im Kindesalter sowie Konflikte mit den Eltern können mit ein Grund sein. Ebenfalls die Angst vor Enttäuschungen aufgrund alter Verletzungen und Verlust aus früheren Beziehungen spielen möglicherweise eine tragende Rolle für Bindungsängstliche.

JEIN!
Bei Beziehungsphobikern wechselt sich emotionale Nähe und Rückzug ab. Er legt sich nicht fest und hat große Angst vor Abhängigkeit. Menschen mit Bindungsangst verknüpfen die Nähe zu potenziellen FreundInnen mit Schmerz. Meistens haben sie auch Angst vor der Reaktion ihres eigenen Partners sowie der eigenen Reaktion. Dazu kommt die Angst vor Ablehnung, Bevormundung, dem Verlust der Kontrolle, den eigenen Gefühlen sowie vor Verpflichtung und Verantwortung – nur um einige zu nennen. Der Partner wird stets auf Abstand gehalten – für Betroffene eine echte Zereißprobe.

Merkmale für Menschen mit Bindungsangst
Die betroffenen Menschen leiden meistens unter einem geringen Selbstwertgefühl. Sie halten sehr wenig von sich selbst und haben sogar eine negative Einstellung zur eigenen Person. Kritikfähigkeit zählt nicht zu deren Stärken, aber auch mit Ablehnung können sie nur sehr schwer umgehen. Das führt dazu, dass sie im Laufe ihres Lebens keine oder sehr wenige enge Bindungen zulassen. Meist hat er auch kaum Freunde und lebt sehr verschlossen. Ein mangelndes Verantwortungsbewusstsein den Freunden, der Familie und dem Partner kann ein weiteres Indiz für Bindungsangst sein.

Über kurz oder lang entsteht ein Ungleichgewicht in der Beziehung. Die Folge – einer der Partner leidet immer unter der Bindungsangst. Die gute Nachricht: Ein Beziehungsphobiker ist kein hoffnungsloser Fall! Mit viel Liebe und Geborgenheit sowie Sicherheit kann man Beziehungsängstliche von ihrer Phobie heilen. Positiven Erfahrungen helfen einem Menschen mit Bindungsangst sehr wohl. Für härtere Fälle wird auch eine Psychotherapie empfohlen, um die Wurzeln dieser Bindungsangst zu finden und zu bekämpfen. Man muss nur bereit sein viel Überzeugungsarbeit zu leisten!

Redaktion: Sabine Haydu

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