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Wer ist eigentlich "Polly Adler"?

Der Burg-Star kennt die Tücken des Lebens als allein­erziehende Mutter. Und meistert diese im Privatleben besser als in der Rolle der „Polly Adler“.


Wer ist eigentlich "Polly Adler"?
© WOMAN

Endlich ist sie da: Ab 13. 5. läuft die neue Serie „Polly Adler“ um die Singlemutter und Journalistin, die immer mehrere Baustellen zu bewältigen hat, in ORF 1. Petra Morzé, 43, zweifache Mutter, alleinerziehend und beruflich sonst am Burgtheater beheimatet, sieht wenig Ähnlichkeiten zur eigenwilligen Serien­figur, die mehr Wirbel auslöst, als ihr lieb ist.

Woman: Man kennt Sie in sehr anspruchsvollen Rollen. Was reizt Sie nun an der Serie?
Morzé: Mich reizt die Leichtigkeit der Polly, dieses charmante Schnelle und doch nicht Seichte – auch weil ich mich gefragt habe, ob ich das kann. Und man glaubt es nicht: Ich habe einen Hang zum Komischen! Ich woll-
te die Polly mit all ihren Breakdowns zeigen, wenn sich so gar nichts mehr ausgeht.

Woman: Glauben Sie an die unerträgliche Leichtigkeit des Seins?
Morzé: Ja. Sie empfinden zu können wäre schön. Sie ist ja da. Aber die eigene Kompliziertheit ergibt die bleiernen Gewichte, die auch im luftigen Sommerkleid mitgeschleppt werden.

Woman: Wie viel von Polly steckt eigentlich in Ihnen?
Morzé: Außer den Parallelen, dass ich Mutter bin und einen Beruf habe, salopp gesagt, gar nichts. Ich persönlich gehe mit meinen fünf Baustellen manchmal weniger chaotisch um.

Woman: In einer Folge sagt ein Mann: Ihr Emanzen, ihr wollt alles an euch reißen, den Job, die Kinder und das gute Leben. Fühlen Sie sich da angesprochen?
Morzé: Nein, Job und gutes ­Leben trifft ebenso auf Män-ner zu. Und die Machos sind es doch, die alles an sich rei-ßen wollen, die tollen Frauen, den Job und das gute Leben.

Woman: Ist Polly im Grunde ihres Herzens eine unsichere Frau?
Morzé: Eigentlich ja. Sie lässt es nur selten zu und zeigt es nicht. Aber echte Souveränität ist selten vorhanden, bei ihr überwiegt eher das innere Chaos, welches nach außen sichtbar wird.

Woman: Polly stellt sich oft als Rabenmutter dar. Kennen Sie dieses Gefühl?
Morzé: Frauen neigen generell zu Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen. Man sollte lernen, das sein zu lassen. Die Gefahr ist, dass man weder hier noch dort ist und aus den zerrissenen Gefühlen nicht mehr rauskommt. Mich davon zu lösen gelingt mir immer öfter, gerade weil ich in kleineren Schritten denke.

Woman: Wie entwickeln sich in der Serie die berühmten „Nougataugen“ (Synonym für unstete Lover)?
Morzé: Ja, das Nougatauge will auch immer wieder gefunden werden! Und wenn es aufgegessen ist, ist es weg. Es geht weniger um Sex, die Serie ist nicht „Sex and the City“. Polly scheitert nicht nur an den Männern.
Woman: „Scheitern dürfen“ ist sehr in. Trauen Sie sich das?

Die ganze Story finden Sie im aktuellen WOMAN