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Wer putzt, hat nichts Besseres zu tun!

Marie Kondos Aufräum-Show ist momentan in aller Munde. Unsere Kollegin ist allerdings der Ansicht, dass putzen nur von den wichtigen Dingen des Lebens abhält.

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putzen? nein, lieber entspannen

Lieber eine Runde am Sofa chillen, statt putzen!

© istockphoto.com

Menschen lieben Ordnung. Wenn alles seinen Platz hat, nach Farben sortiert ist und es nach "sauber" duftet, dann fühlen wir uns wohl. Es ist also kein Wunder, dass die Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo" einen regelrechten Hype erlebt. Selbst, wenn das Ganze nur auf dem Bildschirm und gar nicht in unseren eigenen vier Wänden stattfindet. So gut, so schön. Doch wie sieht es im echten Leben aus?

marie kondo
Marie Kondo hilft anderen beim Aufräumen

Ist man berufstätig, hat Kinder und keine Marie Kondo zur Hand, dann kann daheim schon mal ein Saustall entstehen. Na und? Kennt ihr diesen innerlichen Stress, den man bekommt, wenn es zuhause unaufgeräumt und schmutzig ist? Dieser Stress entsteht auch durch Leistungsdruck und Perfektionswahn, der uns alle umgibt. In Wahrheit interessiert es abgesehen von einem selbst, aber niemanden, ob unsere Wohnung sauber ist.

Ich kenne Leute, die regelrecht davon besessen sind alles in Ordnung zu halten. Brösel auf dem Boden oder Haare in der Dusche machen sie wahnsinnig. Das sind Leute bei denen am Wochenende geputzt, statt gewandert wird. Muss natürlich jeder selbst entscheiden, was er mit der freien Zeit anstellt, aber ich möchte nur darauf hinweisen, dass das Leben zu kurz ist, um ständig zu putzen. Am Sterbebett hat bestimmt noch nie jemand gesagt: "Ach, hätte ich doch mehr aufgeräumt."

»Unsere Kinder werden sich später sicher besser an ihre entspannte Mutter erinnern und nicht daran, wie sauber es zuhause immer war.«

Marie Kondo scheint es kinderleicht zu fallen alles in Ordnung zu halten. Ich hingegen bin ein chaotischer Weltmeister und froh, dass ich es überhaupt schaffe regelmäßig Wäsche zu waschen und mich und mein Kind zu ernähren. Der Beitrag von Mareice Kaiser, Kolumnistin bei ze.tt, hat mich sehr inspiriert. Anstatt gleich das Geschirr vom Frühstückstisch wegzuräumen, hat sie mit ihrem Kind gespielt und "Faulsein ist wunderschön" gesungen. Sie findet, es ist Zeit für einen Gegentrend: die faule Frau. Unsere Kinder werden sich später sicher besser an ihre entspannte Mutter, die Kissenschlachten und Spiele erinnern und nicht daran, wie perfekt aufgeräumt es Zuhause immer war. Außerdem: ein Wohnzimmer, in dem es so aussieht als würden Menschen darin leben, hat auch was. So sieht nämlich das echte Leben aus.

Mein Vorsatz für das Jahr 2019 ist es mich nicht unter Druck zu setzen, wenn es zuhause chaotisch ist oder mal Staub rumliegt. Ich will eine entspannte Frau sein und das Chaos als eine Art Ausdruck puren Lebens betrachten. In der Zeit, in der ich nämlich NICHT aufräume, habe ich mit Sicherheit etwas Besseres zu tun.

Spielen Eltern Mutter Kinder

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Thema: Life-Hacks

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