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Warum diese Werbung von Saint Laurent gerade die Frauen in Paris auf die Barrikaden brachte

Hat der Trick funktioniert und Saint Laurent hat mit seiner umstrittenen Werbung nun mehr Aufmerksamkeit? Oder schadet die explizit herabwürdigende Kampagne dem Modehaus eher?

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Werbung von YSL
© instagram.com/ysl

Sex sells. Eine uralte "Erfolgsformel" der Werbeindustrie. Und daher wuzeln sich schon seit Jahrzehnten Bikini-Damen über Autoreifen, um Motoröl zu verkaufen und Ähnliches. Dass Frauen dabei nur als Schaufläche männlicher Begierde dargestellt werden, ist also leider nichts Neues. Aber ausgerechnet eine Marke, die ihr Hauptgeschäft mit dem Verkauf von Mode für Frauen macht, hat nun diesbezüglich eine Werbung aus der untersten Schublade herausgebracht.

Luxus-Label Saint Laurent präsentiert unter anderem ein Bild, worauf eine Frau am Boden liegend zu sehen ist und der Blickwinkel des Betrachters ist direkt zwischen ihre Beine gerichtet.

Während bei anderen Marken gerade Models mit Shirts mit feministischen Botschaften über den Laufsteg geschickt werden, bringt das Pariser Unternehmen stattdessen zahlreiche Frauen gegen sich auf, die vor der Niederlassung in Paris demonstrierten und sammelte bereits hunderte Beschwerden bei der französischen Werbeaufsicht.

Denn Nacktheit ist eine Sache, aber hier werden Frauen objektifiziert und herabwürdigend dargestellt. Daher hat die Autorité de Régulation Professionnelle de la Publicité Saint Laurent bereits dazu aufgefordert, die sogar offiziell als frauenverachtend eingestuften Plakate zu entfernen und die Kampagne einzustellen.

Thema: Sexismus

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