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WG: Regeln fürs Zusammenleben

Wohngemeinschaft, das klingt lustig und easy. Ist es aber nicht immer. Wir haben für euch die WG-Regeln, die das Zusammenleben wirklich erleichtern.

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WG: Regeln fürs Zusammenleben

Zumindest ist immer jemand für ein Schwätzchen da...

© Corbis

Das Leben in einer WG kann großartig sein. Immer was los, ständig jemand da, mit dem man ein Schwätzchen halten kann, geteilte Ausgaben, ein immer voller Kühlschrank – herrlich. Trotzdem ist es auch nicht immer einfach, Teil einer Wohngemeinschaft zu sein (selbst wenn man mit den allerallerallerbesten Freundinnen aus Kindheitstagen zusammenzieht).

Denn eine WG ist wie eine Beziehung ohne Sex. Was am Anfang nicht als störend empfunden wird, kann auf einmal tierisch nerven. Der patschnasse Badezimmerboden, weil die BFF nie den Duschvorleger zur Wanne zieht. Die 30 Nagellacke, die den Kühlschrank verstopfen. Der hochgeklappte Klodeckel. Die Musik am Morgen... grrr.

Damit das Zusammenleben klappt, haben wir für euch ein paar der wichtigsten WG-Regeln:

»Die Do's«
1

Kommunikation ist alles. Wenn euch etwas stört, dann solltet ihr das auch klar ansprechen und miteinander einen Kompromiss suchen. Es bringt gar nichts, wenn du deinen Grant aus Höflichkeit ein halbes Jahr runterschluckst und dann völlig überraschend explodierst, weil du es hasst, wenn die Haare deiner Freundin immer wieder die Duschwanne verstopfen.

2

Wem gehören welche Möbel? In deinem Zimmer stehen natürlich auch deine Möbel. Aber in der Küche oder im geteilten WG-Wohnzimmer werden immer wieder Anschaffungen nötig. Ein gemütlicher Stuhl, ein neues Pfannen-Set... Schreibt eine Liste, wer was gekauft und in die WG eingebracht hat. Das erleichtert das Ausziehen und hilft, kleinliche Diskussionen zu vermeiden.

3

Ihr lebt zusammen, braucht aber Privatsphäre. Bloß, weil sich deine Mitbewohnerin an zwei Abenden hintereinander in ihr Zimmer zurückzieht und nicht rauskommt, bedeutet das nicht, dass sie bereits genervt von dir ist. Vielleicht braucht sie einfach nur ein wenig Ruhe und Privatsphäre. Dazu gehört übrigens auch, dass man nicht einfach ins Badezimmer platzt, wenn die WG-Mitbewohnerin gerade drin steht.

4

Ein Mietvertrag ist Pflicht. Irgendwann wird um Geld gestritten, selbst in den besten Freundschaften. Deshalb klärt gleich von Anfang an, wer wie viel Miete zahlt. Ein guter Vorschlag: Setzt den Quadratmeter-Preis fest – wer das größere Zimmer besitzt, zahlt dann auch ein wenig mehr.

5

Und ein Einkaufsplan sowieso. Es nervt einfach. Immer ist der Frischkäse weg gelöffelt oder kein Brot mehr da. Auf Sachen, die du wirklich nur für dich möchtest, kannst du gerne ein Post-it kleben. Das klingt zwar zunächst kleinlich, aber spart viel Ärger. Dass jeder sein Essen selber zahlt, haben wir also im Vorhinein geklärt. Aber Klopapier, Spülmittel oder Waschpulver benutzen in einer WG alle. Deshalb am besten in der Küche eine Liste aufhängen, wo jeder einträgt, was er gekauft hat und wie viel er dafür gezahlt hat. Ende des Monats wird dann ausgerechnet, wer wem wie viel schuldet.

6

Ihr seid keine Open-Disco. Eine spontane Homeparty? Findet nicht jeder Mitbewohner immer super. Oder ist vielleicht so aufgeschlossen, dass ihn plötzliche Besuche beim Abendessen nicht nerven. Nehmt Rücksicht aufeinander – dazu gehört auch, Besucher anzukündigen und abzusprechen, ob es für alle anderen WG-Bewohner okay ist, wenn heute Party gemacht wird.

7

Ohne Regeln geht es nicht. Wer putzt das Badezimmer? Wer räumt den Geschirrspüler aus? Wer kann wann Wäsche waschen? Damit ein Zusammenleben überhaupt funktionieren kann sind Regeln ganz wichtig! Wie ein Putzplan für gemeinsam benutzte Räume.

»Die Don'ts«
1

Kühlschrank wird nicht ausgeräumt. Das Gemüse ist bereits schimmlig, der Salat trieft, das Joghurt schon seit drei Monaten abgelaufen. Kaum öffnet man die Kühlschranktür, mieft es eklig. Leute: (nicht nur) in einer WG immer den Kühlschrank ausräumen und schlechte Ware aussortieren.

2

Das Badezimmer blockieren. Eine Stunde in der Wanne liegen, dann die Haare föhnen und die Beine epilieren – wenn du alleine wohnst, gehört das Badezimmer dir. In einer WG gibt es unterschiedliche Bedürfnisse. Weshalb du das Bad nicht einfach stundenlang okkupieren darfst.

3

Den Schlüssel innen stecken lassen. Fast automatisch sperrst du hinter dir die Türe zu, wenn du nach Hause kommst. Nur dumm, wenn du den Schlüssel innen stecken lässt – und deine WG-Mitbewohner damit aussperrst. Ein absolutes NoGo, vor allem, wenn du einen tiefen Schlaf hast.

4

Schmutzige Wäsche liegen lassen. Deine Unterhose, die du auf der Waschmaschine abgelegt hast? Der BH, der noch am Boden liegt? Deine Schmutzwäsche ist spätestens beim nächsten Besuch nicht nur dir, sondern auch deinen Mitbewohnern wahnsinnig peinlich.

5

Das Haustier/die Pflanzen vergessen. Ab und an fährt dein Mitbewohner auch mal ein paar Tage weg. In dieser Zeit sollst du die Katze füttern und die geliebten Pflanzen gießen. Vergiss' es niemals! Nichts ist schlimmer, als wenn es dem Tier nach der Rückkehr nicht gut geht – und du in der Verantwortung warst.

6

Das Zimmer deiner BFF ist kein Hotel. Wenn deine Mitbewohnerin ein paar Tage oder sogar Wochen nicht im Lande ist, bedeutet das nicht automatisch, dass du jemand anderen in ihrem Zimmer schlafen lassen kannst. Auch wenn es noch so praktisch wäre. Du hättest auch keinen Spaß mit einer fremden Person in deinem Bett...

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