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WhatsApp: Weitergeleitete Nachrichten werden markiert

WhatsApp will mehr Transparenz bei der Kommunikation der User durchsetzen und kennzeichnet nun, wenn eine Nachricht weitergeleitet wurde.

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Kommt vom Schwarm ein garstiger Kommentar, wird dieser sofort ins Chatfenster der besten Freundin geschoben und ausführlich diskutiert. Die Weiterleiten-Funktion auf WhatsApp kann wirklich praktisch sein, also nicht nur, wenn man ein bisschen lästern möchte, sondern auch, wenn bestimmte Informationen zum Beispiel zwei verschiedene Chatgruppen betreffen. Bis jetzt wussten die Chattenden aber nicht, wenn ihre Nachrichten weitergeleitet wurden. Doch ab der neuen Version von WhatsApp werden jene Mitteilungen ganz deutliche gekennzeichnet, die weitergeleitet wurden.

Im offiziellen Blog der App heißt es, dass man so für mehr Transparenz sorgen wolle. "Deine Sicherheit ist WhatsApp sehr wichtig. Wir möchten dich bitten, genau zu überlegen, ob du eine weitergeleitete Nachricht teilen möchtest." , so WhatsApp. Ausgelöst wurde diese Änderung durch Vorkommnisse in Indien, wo das Unternehmen mit 200 Millionen Nutzenden einen besonders hohen Marktanteil hat. Dort wurden auch sehr viele Falschmeldungen in Windeseile verbreitet, zum Beispiel zu vermeintlichen Todesfällen. Die Sache uferte sogar so weit aus, dass in großen indischen Tageszeitungen Anzeigen von WhatsApp geschaltet wurden, die Personen über Falschmeldungen aufklären sollten.

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So sieht die Kennzeichnung der weitergeleiteten Nachrichten aus. / (c) WhatsApp

Die neue Kennzeichnung der Weiterleitungen ist nicht die einzige Änderung der letzten Wochen und Monate, die das Unternehmen durchgeführt hat. Anfang Juli wurde etwa eine neue Gruppenfunktion hinzugefügt, die es Admins erlauben soll, die Gruppe besser unter Kontrolle zu haben. Demnach kann man einstellen, dass nur Administratoren Nachrichten schicken können. So wird dafür gesorgt, dass wichtige Informationen nicht in der Flut der Mitteilungen untergeht. Eine weitere wichtige Funktion, die sicher schon vielen aufgefallen ist, ist die Möglichkeit, Nachrichten für alle Personen zu löschen. Seit Oktober 2017 kann man so Mitteilungen restlos tilgen und das nicht nur am eigenen Smartphone.

WhatsApp ist nicht das einzige große Unternehmen in der userbasierten Tech-Welt, das verstärkt auf mehr Transparenz setzen möchte. Erst kürzlich hat Twitter wieder eine große Löschaktion durchgeführt und Millionen von Fake-Accounts eliminiert. Auch Apple setzt mit der kommenden Version seines Betriebssystems iOS 12 ein Zeichen für mehr Kontrolle auf der User-Seite: eine neue, vorinstallierte App soll dafür sorgen, dass iPhone-Besitzer wissen, wie oft und lang sie das Smartphone verwenden. Und auch Instagram testete vor nicht allzu langer Zeit eine Funktion, bei der Screenshots von Insta-Stories der Person gemeldet werden, die die Stories gepostet hat. Doch konnte sich letztere Funktion nicht durchsetzen. Ob all diese Änderungen wirklich aus Nächstenliebe in die Welt gesetzt werden oder nur als nötige Antwort auf unzufriedene Useranfragen zu sehen sind, kann man nicht wirklich sagen. Doch ein bisschen mehr Transparenz kann nicht schaden.

Themen: Internet-Hype,

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