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Wie bring ich ihn zum Arzt?

Sie gehen seltener zum Arzt und sterben früher. Doch so schnell geben wir den Kampf um sie nicht auf ...


Wie bring ich ihn zum Arzt?
© Krizmanich

Mein Vater war ein Paradebeispiel von einem Arztverweigerer. Meine Mutter durfte ihn nicht einmal ansprechen auf die Leiden, die ihm offensichtlich zu schaffen machten. So sehr mein Vater selbst vor jedem weißen Kittel floh, so vorbildlich begleitete er meine Mutter aber immer zum Arzt. Und da geschah es, dass sie einmal ganz unvermutet sagte: „Herr Doktor, vielleicht sollten Sie meinen Mann auch einmal anschaun.“ Der Doktor ließ sich das nicht zweimal sagen, und für meinen Vater bestand keine Möglichkeit mehr zur Flucht. Aber danach, ach, war er böse. Ich glaub, er hat „ob dieses Vertrauensbruches“ zwei Tage mit meiner Mutter kein Wort geredet. Dass der Arzt unter anderem hohen Blutdruck festgestellt hatte und mein Vater sofort starke Medikamente einnehmen musste, änderte da wenig. Erst nach Wochen war er so halbwegs überzeugt, dass alles doch nur gut für ihn war. Heute ist er leider schon, viel zu früh, an Herzinfarkt gestorben, und meine Mutter sagte erst kürzlich wieder: „Ich hätte ihn schon viel eher zum Arzt zwingen sollen!“ Aber wie, zum Hippokrates noch mal, macht man das?
Gute Ideen wären mehr als gefragt. Denn die Fakten sprechen nicht für unsere „starken Hälften“.

Zu dick. 45 Prozent der Männer sind übergewichtig bis fettleibig.
Zu faul. 60 Prozent machen keine Bewegung.
Zu durstig. Doppelt so viele Männer wie Frauen trinken mehr als die empfohlene Maximalmenge Alkohol.
Zu riskant. Sieben von acht Männern weisen mindestens einen Risikofaktor für eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfall auf (Übergewicht, Rauchen etc.) auf.
Zu uninformiert. Von allen männlichen Bluthochdruckpatienten nehmen nur 25 Prozent entsprechende Medikamente.

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