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Wie schütze ich mich vor Brustkrebs mit 20, 30, 40, 50... Jahren - die richtige Vorsorge in jedem Alter

Wir verraten, was du in jeder Dekade deines Lebens machen kannst, um das Risiko einer Brustkrebserkrankung zu senken. Denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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Brustkrebsvorsorge in jedem Alter
© Eva Katalin Kondoros/ iStockphoto.com

War es in den 1970er-Jahren noch eine von zehn Frauen, bei der im Laufe ihres Lebens Brustkrebs entdeckt wurde, ist es heute bereits eine von acht. Neben steigender Lebenserwartung und erblichen Faktoren machen Forscherinnen und Forscher verschiedene Lebensstil-Entscheidungen dafür verantwortlich. Wir haben in einem übersichtlichen Plan herausgearbeitet, was Frauen jedes Alters machen können, um ihr Risiko zu senken beziehungsweise Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen - aber Achtung: Die Systematik ist aufbauend - was du mit 20 beginnst, solltest du in jedem Jahrzehnt weiterhin tun!

Brustkrebs-Vorsorge für Frauen ab 20

Vorsorgestart: In diesem Alter ist der Busen noch straff und voll. Nur eine von 1.760 Frauen zwischen 20 und 29 Jahren ist von Brustkrebs betroffen. Aber jetzt ist der beste Zeitpunkt, um mit der Prävention zu beginnen. Monatlich solltest du deine Brüste selbst abtasten, und zwar im Idealfall zwischen Tag 6 und 12 nach Regelbeginn. Mit den Fingern dabei kreisförmige Bewegungen über Busen und Achselhöhlen machen. Wer das regelmäßig wiederholt, lernt sich selbst gut kennen und wird Veränderungen früh bemerken. Ebenfalls wichtig: Vermeide starke Gewichtsschwankungen und Alkoholkonsum – denn dies sind Faktoren, welche die Gefahr von Brustkrebs erhöhen.

  • Selbstuntersuchung: Kurz nach der Regel (und idealerweise auch kurz davor) sollten Frauen immer die Brüste auf Veränderungen abtasten.
  • Wenig Alkohol: Frauen, die bis zu zwei Drinks am Tag konsumieren, haben ein um 34 Prozent höheres Risiko.
  • Stabiles Gewicht: Ab 18 massiv zuzunehmen erhöht das Risiko um 45 Prozent.

Brustkrebs-Vorsorge für Frauen ab 30

Aktiv werden: Mit 30 plus solltest du schon mehr Zeit in deine Brustgesundheit investieren. Jetzt erkrankt bereits eine von 233 Frauen daran. Deswegen gilt: Bei auffälligen Veränderungen sofort zu Ärztin oder Arzt, jährliche gynäkologische Check-ups sollten ohnehin selbstverständlich sein. Frag auch in deiner Familie nach, ob es bereits Fälle von Brustkrebs- oder Eierstockkrebserkrankungen gegeben hat, um eine familiäre Belastung auszuschließen. Übrigens können nicht nur Schwangerschaften das Risiko senken, sondern auch wer länger als sechs Monate stillt, profitiert. Ebenfalls in Studien positiv aufgefallen ist der eingeschränkte Konsum von rotem Fleisch.

  • Ahnenforschung: Checke dein Familienrisiko. Gab es bereits Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs?
  • Weniger Fleisch: Rotes Fleisch (Schwein, Rind) erhöht laut Studien das Risiko. Also: Weniger ist mehr.
  • Familienplanung: Stillen kann die Gefahr von Brustkrebs senken.

Brustkrebs-Vorsorge für Frauen ab 40

Zeit für Kontrollen: Bei Frauen über 40 stehen aufgrund der zu erwartenden Menopause große Veränderungen im Hormonspiegel bevor. Jetzt ist bereits eine von 69 Frauen betroffen. Die Mammographie hilft, Gewebeveränderungen frühzeitig festzustellen. Sollte bis jetzt noch keine Selbstuntersuchung der Brust vorgenommen haben, wird es höchste Zeit.

Ebenfalls eine Frage wert: Lass deinen Frauenarzt oder -ärztin dein persönliches Risiko einschätzen. Vorsicht: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind keine Garantie dafür, gesund zu bleiben, aber die einzige Möglichkeit, eine Erkrankung möglichst früh zu erkennen. Wirkungsvolle Vorbeugung bei Brustkrebs: Bewegung. Dreimal eine halbe Stunde pro Woche ist das absolute Minimum, und top wäre täglich eine Stunde flotte Bewegung. Denn wie Studien zeigen, mindert das das Risiko einer Wiedererkrankung bei bereits betroffenen Frauen um 80 Prozent. Eine Vorsorge, die sich wirklich lohnt!

  • Mammographie: Ab 40 sollte der Gang (alle 2 Jahre) zur Mammographie selbstverständlich sein.
  • Bewegung: Mindestens dreimal eine halbe Stunde sollte wöchentlich für ein Workout reserviert sein!

Brustkrebs-Vorsorge für Frauen ab 50

Monitoring erwünscht: Bei Frauen zwischen 50 und 60 wird bei 1 von 38 Brustkrebs diagnostiziert, bei 80 Prozent davon über die Mammographie – was beweist, wie wichtig Vorsorgechecks sind. Eventuelle Hormontherapien aufgrund schwerwiegender Beschwerden in den Wechseljahren sollten unbedingt mit ärztlicher Unterstützung abgesprochen werden.

Denn durch diese besteht ein geringfügig erhöhtes Brustkrebsrisiko. Aktuelle Studien besagen, dass die Hormontherapie zwar keinen Brustkrebs verursacht, aber auf bereits bestehende Tumore Einfluss nimmt. Falls unentdeckte Brustkrebszellen im Gewebe vorhanden sind, können diese durch die Hormontherapie zum Wachstum angeregt werden.

  • Hormonfrage: Die Einnahme von Hormonen im Wechsel kann sinnvoll sein, sollte aber gut überlegt sein!
  • Workout. Mit der Menopause sinkt der Muskelanteil. Mach mehr Bewegung, um gegenzuwirken.