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Wie sich tägliches Fleischessen auf dich auswirkt

Der immer größer werdende Fleischkonsum hat drastische Auswirkungen auf unsere Umwelt, aber auch auf unsere Gesundheit. Was du selbst ganz einfach ändern kannst.

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Wie sich tägliches Fleischessen auf dich auswirkt
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Schnitzel, Schweinsbraten, Tafelspitz - Fleisch gehört zur österreichischen Küche einfach dazu? Jein. Natürlich haben all diese Gerichte eine langjährige Tradition, aber dennoch wurde früher weitaus weniger Fleisch gegessen, als wir es heutzutage tun. Früher galt Fleisch als etwas besonderes, man hat den Sonntagsbraten zelebriert. Heute ist Fleisch alltäglich und das sogar mehrfach am Tag. Und genau das wirkt sich auch aus: auf unsere eigene Gesundheit, aber ebenso auf die Umwelt.

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Diese zeigt auf, wie wichtig eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums und der Nutztierhaltung für unseren Planeten ist.

Denn nicht nur bei uns, weltweit ist die Produktion von Fleisch in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen: „Die industrielle Fleischproduktion ist überall auf der Welt auf dem Vormarsch. Auf den Tellern landet daher oft billige, minderwertige Massenware. Die Herstellung von solchem Billigfleisch schadet der Umwelt massiv“, erklärt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. „Und der Konsum wächst: Innerhalb von nicht einmal 50 Jahren hat sich die weltweite Anzahl an geschlachteten Hühnern, Schweinen und Rindern mehr als verdreifacht. In der EU leben inzwischen deutlich mehr Nutztiere als Menschen.“

Und diese Zahlen werden immer astronomischer und für unseren Planeten untragbarer, da der Fleischkonsum der Menschheit immer mehr ansteigt. Vor allem in Industrienationen wird mittlerweile viermal so viel Fleisch wie noch Mitte des 19. Jahrhunderts verschlungen.

So verursacht weltweit die Tierhaltung 14,5 Prozent aller Treibhausgase, das ist mehr als alle Autos, LKWs und Schiffe zusammen. Ändert sich nichts an diesem Trend nach mehr Fleisch, werden im Jahr 2050 sogar 52 Prozent der Treibhausgase aus der Landwirtschaft kommen, 70 Prozent davon wiederum aus der Nutztierhaltung.

Der Fleischproduktion fallen außerdem riesige Flächen an Urwald zum Opfer, etwa im Amazonas. Denn so viele Nutztiere brauchen auch immens viel Platz und gewaltige Futtermengen, für die wiederum gigantische Ackerflächen und Bewässerung verbraucht werden. Und deswegen leidet die Artenvielfalt und die wildlebenden Tiere: Seit 1970 ist ihre Zahl auf der Erde um die Hälfte zurückgegangen.

Aber der erhöhte Fleischkonsum wirkt sich nicht nur auf unsere Umwelt aus, sondern darüber hinaus auf unseren Körper: Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt um gesund zu bleiben, nicht mehr als drei Portionen von je 100 bis 150 Gramm Fleisch pro Woche. Die Österreicherinnen und Österreicher essen durchschnittlich jedoch rund 1,2 Kilo Fleisch pro Woche.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben allerdings schon vor Jahren aufgezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch und bestimmten Krebsarten gibt, wie Darm-, Magen-, oder Speiseröhrenkrebs. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte senken hingegen sogar das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes, Schlaganfall und bestimmte Krebsarten.

Die einfachste Lösung, die wir selbst beeinflussen können: Auf billiges Fleisch unbekannter Herkunft lieber verzichten und stattdessen auf höhere Qualität, am besten Bio, setzen. Und das idealerweise nur drei mal pro Woche und stattdessen entdecken, wie vielseitig und lecker die vegetarische oder vegane Küche ist.

Wie sich tägliches Fleischessen auf dich auswirkt
Thema: Ernährung

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