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„Wie koche ich eine Frau ins Bett?“ –
Starkoch Bernie Rieder im WOMAN-Talk

Bernie Rieder – der Sunnyboy unter Österreichs Köchen nimmt sich beim WOMAN-Talk kein (Salat-)Blatt vor den Mund und verrät die besten Tricks, mit denen er Frauen kulinarisch umgarnt.


„Wie koche ich eine Frau ins Bett?“ –
Starkoch Bernie Rieder im WOMAN-Talk
© Herbert Lehmann

Eines muss man ihm lassen – er ist eine wahre Charme-Bombe. Sorgen, dass man ihn nicht an die Frau bringt, braucht man sich keine machen, denn mit seinem natürlichen, lebhaften Temperament erobert Starkoch Bernie Rieder sicher im Nu so manches Herz. Unser gemütlicher WOMAN-Talk wird passenderweise durch ein Telefonat unterbrochen, in dem ihn eine Kollegin fragt, mit wem er denn am Vortag geschmust habe. „Es ist immer dasselbe“, lacht er, „kaum ist man freundlich, wird einem gleich ein Verhältnis angedichtet.“ Wir wollten wissen, wie der Starkoch nun vorgeht, wenn er eine Frau tatsächlich einkochen will.

WOMAN: Wie kann ein Mann eine Frau beeindrucken?

Rieder: Ich finde es etwas schade, dass viele Männer nicht kochen wollen, weil sie meinen, Frauen sollen das machen. Dabei ist gerade Kochen etwas, womit man Frauen oft mehr faszinieren kann als mit irgendeinem beliebigen Geschenk.

WOMAN: Wenn Sie eine Frau näher kennen lernen möchten, wie gehen Sie dann vor?

Rieder: Die Damen wissen ja, was sie bei mir erwartet. Viele kennen mich und wissen, dass ich gut kochen kann. Dadurch kann ich meine Angebetete schon relativ leicht beeindrucken. Also, ich versuche schon beim Kennenlernen vorsichtig herauszubekommen, was sie denn gerne isst, und lade sie dann zum Essen ein.

WOMAN: Kochen Sie dabei selbst, oder führen Sie sie in ein Restaurant mit Kerzenschein aus?

Rieder: Nein, nein. Natürlich koche ich selbst – und wichtig ist das komplette Programm: Ich lade meine Angebetete zum gemeinsamen Einkaufen am Wiener Naschmarkt ein, und dann geht es erst mal ab in die Küche.

WOMAN: Wie kann man sich das mit dem gemeinsamen Einkauf so in etwa vorstellen?

Rieder: Na ja, da geht jetzt meine Strategie mit dem „vorher abchecken, was der Lady schmeckt“ auf. Denn ich greife – ganz zufällig – zu den Zutaten, die ihr munden. Dadurch ist sie schon einmal beeindruckt. Das Flair am Markt ist natürlich auch etwas ganz Besonderes, man riecht, probiert, lässt den anderen kosten. Nur ja keine Supermarkt-Atmosphäre.

WOMAN: Gibt es auch Fauxpas – also Speisen, die man beim Frauen-Einkochen meiden sollte?

Rieder: Oh ja, Knoblauch, rohen Zwiebel, Bohnen für ein „Dinner for two“ unbedingt vermeiden. Leichtigkeit ist angesagt, weißes Fleisch, nur ja kein rohes oder Innereien. Keine Knödel und kein Kürbiskernöl, denn das könnte Flecken machen. Risotto oder auch Lasagne ist gut. Freundliche Farben, nicht Ton in Ton. Grün-gelb-weiß-Kombination wäre perfekt! Oder Früchte wie Mango, Himbeeren, Papaya.

WOMAN: Wenn Sie alle Zutaten beieinander haben, ist strategischer Ortswechsel angesagt?

Rieder: Na ja, also, ich glaube, dass es nett ist, die Dame zwischendurch auf ein Gläschen Champagner oder ein fruchtiges Gläschen Weißwein in ein kleines, feines Restaurant am Markt einzuladen.

WOMAN: Wohin mit den Einkäufen – zu Ihnen oder zu ihr?

Rieder: Beim ersten Treffen immer zu ihr!

WOMAN: Wie ist Ihr weiterer Plan?

Rieder: Ganz wichtig ist gemeinsames Kochen. Ich stelle mich jetzt sicher nicht hin und mach auf großer Koch. Ich will die Dame nicht in eine Statistenrolle drängen. Ich will ihr das Gefühl geben, wie super sie das macht, und ihr als Profikoch mit Leichtigkeit vermitteln, wie leicht kochen ist. Zwischendurch frage ich gerne höflich, wo sich was befindet und ob ich in dieses oder jenes Kasterl reingreifen darf.

WOMAN: Ist ein schön gedeckter Tisch sehr wichtig?

Rieder: Ja, natürlich, das gibt die nötige Atmosphäre. So wie das Gläschen Champagner oder Weißwein zwischendurch. Während der Zubereitung der Hauptspeise kümmere ich mich gerne darum. Die Frau bleibt in der Küche, ich sorge für die Kerzen am Tisch, den gekühlten Wein und nette Musik.

WOMAN: Wann geht es denn zum Tisch, bei der Vorspeise?

Rieder: Nein, ich finde es sehr schön, die Vorspeise noch während des Kochens ganz ungezwungen in der Küche einzunehmen. Das lockert ein bisschen auf. Erst zur Hauptspeise Platz nehmen und zusammen genießen.

WOMAN: Und das Dessert?

Rieder: Da lass ich die Frau gerne kurz alleine am Tisch sitzen und geh in die Küche, um das Dessert fertig zu machen. So hat sie Zeit, alles auf sich wirken zu lassen. Währenddessen mach ich gleich Ordnung – sehr wichtig. Ich räume den Geschirrspüler ein und wisch die Arbeitsflächen.

WOMAN: Mit dieser Strategie können Sie leicht punkten. Viel Glück beim nächsten Rendezvous!

Rieder: Danke, nur schade, dass der Trick jetzt nicht mehr funktionieren wird, jetzt weiß es ja jede WOMAN (lacht) !

Redaktion: Andrea Wipplinger

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